Philosophie Lexikon der Argumente

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Skeptizismus: Ausdruck für die mehr oder weniger ausformulierte Auffassung, dass Wahrnehmungssubjekte prinzipiell keine Sicherheit in Bezug auf ihre Erkenntnisse über die Außenwelt haben können. Die Zweifel an der Verlässlichkeit der Sinnesorgane können sich auf Zweifel an der Existenz einer äußeren Welt ausdehnen, wenn die Möglichkeit einer grundsätzlichen Täuschung, z. B. durch einen permanenten Traum angenommen wird. Siehe auch Verifikation, Beweise, Wahrnehmung, Gewissheit, Moores Hände, Solipsismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 13
Skeptizismus/Skepsis/Descartes: ich kann Wachheit nicht von Traum unterscheiden - Stroud:
1. Die Möglichkeit dass er träumt ist wirklich eine Bedrohung seines Wissens über die Welt
2. Aber er muss nicht wissen ob er träumt, um etwas über die Welt zu wissen! -" kein Wissen: wenn man Bsp träumt dass der Fensterladen klappert und der Traum davon verursacht wird, weiß man nicht, dass er klappert - (falsche Verursachung, trotzt Identität des Ereignisses) - I 17 allein die Möglichkeit der Täuschung ist hinreichend.
I 18
StroudVsDescartes: wir können manchmal wissen, dass wir nicht träumen - zu wissen, dass wir nicht träumen ist aber die Bedingung für Wissen - I 37 Intersubjektivität: auch sie ist von Descartes Skeptizismus betroffen.
I 77
Platitüden/Skeptizismus/Stroud: natürliche Strategie VsSkeptizismus: die Objektive Welt war schon vor uns da - Bsp ich glaube dass ein Berg in Afrika über 5000 m hoch ist - das ist völlig unabhängig von meinem Wissen. - Es geht dann nicht um Behauptbarkeitsbedingungen oder Wahrheitsbedingungen (WB). - Anders: wenn man glaubt, dass wir heute mehr über Physik wissen als vor 200 Jahren, ist Referenz auf Gemeinschaft und Wissen impliziert - jetzt Wahrheitsbedingungen und Behauptbarkeitsbedingungen aber immer noch Objektivität - Flugzeug-Bsp: ob das Handbuch korrekt ist oder nicht, ist eine objektive Tatsache, die aus der distanzierten Position erkennbar ist. - Distanzierte Position: entspricht dem Skeptizismus - und gleichzeitig der Feststellung, dass innen und außen divergieren - innen: entspricht unserer sozialen Praxis.
I 87
Philosophischer Skeptizismus/Stroud: sein Problem ist nicht empirisch.
I 110
Skeptizismus/Stroud: es ist nicht hinreichend, einen bestimmten Einzelfall vorzubringen - Descartes trifft eine Einschätzung all unseres Wissens.
I 270
Vorstellbarkeit/Stroud: es ist schwer zu sagen, ob etwas vorstellbar ist oder nicht - eine Möglichkeit wäre, es sich vorzustellen und zu sehen was passiert - Vs: das ist aber nicht schlüssig, denn es kann sein, dass das, was mir meine Gedanken ermöglicht, selbst vor mir verborgen ist.
I 272f
Traum/Skeptizismus/Stroud: wir haben bisher noch gar nicht gefragt, ob die Traum-Möglichkeit für andere wissbar ist. - StroudVs: wir können sehr wohl "alle im selben Boot sein" - ich kann mich statt Descartes einsetzen.
Stroud: ich sage immer nur: es scheint möglich. - Vorstellbarkeit: setzt Verständlichkeit (Kapitel 2) voraus - und die Möglichkeit ist verständlich, dass wir alle träumen - und dann ist die Frage ob ich träume, völlig unabhängig davon, ob jemand anderes das weiß. - Fazit: die Traum-Möglichkeit: besteht letztendlich doch, weil die Möglichkeit, dass jemand etwas weiß nicht vorausgesetzt werden muss - Stroud pro Descartes.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017