Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Sortal, Philosophie: Ausdruck für einen Begriff, der mehrere zählbare Gegenstände aufgrund gemeinsamer Merkmale zusammenfasst. (>„Sorten“). Mit der Verwendung des Begriffs des Sortals soll unter anderem der Gebrauch von Begriffen wie Kategorien oder Universalien vermieden werden, die vielfältige zusätzliche Annahmen nötig machen würden. Siehe auch Ordnung, Allgemeinheit, Verallgemeinerung, Allgemeine Termini, Identität, Identitätsbedingungen, Kriterien, Veränderung, Klassen, Kategorien, Universalien, Begriffsrealismus, Massentermini.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
I 453
Sortal/Aristoteles/Tugendhat: Bsp "Stuhl" nach Funktion abgegrenzt. - > "bottom-up": wir fragen, wie singuläre Termini funktionieren müssen.
Sortal: ermöglicht zu entscheiden, was dazu gehört und was nicht - keine zeitlichen, nur räumliche Grenzen - (>continuant) - Lebensphasen eines Gegenstands werden nicht als Teile angesehen.
I 457f
Sortal/Tugendhat: ermöglicht neue Art der raumzeitliche Identifikation - wir dürfen Wahrnehmungs-Gegenstände noch nicht voraussetzen. - Dann Identifikation durch Unterscheidung von Raumzeit-Stellen - (Spezifikation).
I 460
Sortal/Tugendhat: nicht einfach Vorstellung! - sortale Prädikate: setzen eine bestimmte Konfiguration des räumlich bzw. zeitlich Ausgedehnten voraus. - Bsp "dieselbe Katze". - Umgekehrt: sortale Prädikate sind nur durch Raumstellen zusammen mit Gleichheitszeichen erklärbar.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017