Philosophie Lexikon der Argumente

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Sprache, Philosophie: eine Menge von zu einem Zeitpunkt fixierten lautlichen oder schriftlich kodierten Formen zum Austausch von Informationen bzw. von Unterscheidungen innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Lage sind, diese Formen als Zeichen oder Symbole zu erkennen und zu interpretieren. Im weiteren Sinn auch Zeichensysteme, die von Maschinen verarbeitet werden können. Siehe auch Kommunikation, Sprachregeln, Bedeutung, Bedeutungswandel, Information, Zeichen, Symbole, Wörter, Sätze, Syntax, Semantik, Grammatik, Pragmatik, Übersetzung, Interpretation, Radikale Interpretation, Unbestimmtheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 238
Sprache/Brandom: sprachliche Fähigkeiten setzen sich aus verlässlichen Dispositionen zusammen, unterscheidend auf Reize zu reagieren - mehr ist nicht nötig.
I 648
Man kann keine Sprache kohärent beschreiben, in der Ausdrücke zwar demonstrativ gebraucht werden, aber nicht pronominal. (Umgekehrt ist das aber möglich).
I 519
Sprache/unendlich/Brandom: wenn es richtige und unrichtige Verwendung für Sätze gibt, die zum ersten Mal gebildet werden, muss es eine Art Extrapolation geben - Substitution: wenn zwei Sätze substituierbare Varianten sind, dann sind sie Anwendungen der gleichen Funktion
I 545
Sprache/Reichhaltigkeit/Ausdrucksstärke/Brandom: wenn die Sprache expressiv reich. ist, darf es keine asymmetrische EMSIFs (einfach materiale substitutions-inferentielle Festlegungen) für substituierbare Ausdrücke (singuläre Termini) geben. Das würde nämlich dazu führen, dass (BrandomVs): es zu jedem Satzrahmen Pa, wann immer die Inferenz von Pt auf Pt' eine richtige ist, aber nicht umgekehrt, es einen anderen Satzrahmen gibt, P'a, derart, dass die Inferenz von P' t' auf P' t eine richtige ist, aber nicht umgekehrt! In einer solchen Sprache könnte man keine Inferenzen kodifizieren.
I 815
Sprache/Brandom: es gibt gar nicht so viele Wörter - die Sprache wäre arm, wenn sie alle im Munde verschiedener Sprecher denselben Sinn hätten. - Sprecher, die nicht dieselben Festlegungen eingehen, können nicht jede Behauptung de dicto zuschreiben. - Bsp "dieser Schuft".


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Brandom
> Gegenargumente zu Sprache



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.08.2017