Philosophie Lexikon der Argumente

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Sprache, Philosophie: eine Menge von zu einem Zeitpunkt fixierten lautlichen oder schriftlich kodierten Formen zum Austausch von Informationen bzw. von Unterscheidungen innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Lage sind, diese Formen als Zeichen oder Symbole zu erkennen und zu interpretieren. Im weiteren Sinn auch Zeichensysteme, die von Maschinen verarbeitet werden können. Siehe auch Kommunikation, Sprachregeln, Bedeutung, Bedeutungswandel, Information, Zeichen, Symbole, Wörter, Sätze, Syntax, Semantik, Grammatik, Pragmatik, Übersetzung, Interpretation, Radikale Interpretation, Unbestimmtheit.
 
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I 186
Sprache: aus unserer Fähigkeit, die Muttersprache äußerst schnell zu lernen, folgt keineswegs, dass wir auch nur annähernd die Prinzipien dieser Lernfähigkeit verstehen.
Grund: wie in anderen Bereichen auch, ist die Sprachfähigkeit wahrscheinlich modular aufgebaut. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass unsere Denkfähigkeit die Wirkungsweise dieser Module zu durchschauen vermag. I 187
Es gibt keinen Grund zu glauben, dass wir überhaupt eine Erkenntnisfähigkeit zweiter Stufe besitzen, die die Leistungen erster Stufe begreifen.
I 232
Gene/McGinn: müssen eine Kennzeichnung der menschlichen Grammatik enthalten, um so ein angeborenes Sprachvermögen zu erzeugen. (> Chomsky).
Ob die Linguistik diese genetischen Angaben eines Tages lesen könnte, hängt davon ab, ob die Vernunft imstande ist, eine Darstellung dessen zu geben, was die Gene ohnehin schon repräsentieren, und das ist nicht notwendig wahr.
Es könnte sein, dass die grammatische Verschlüsselung nicht de dicto, sondern nur de re erfolgt.
Wahrscheinlich aber de dicto, wenn die physische Realisierung derselben grammatischen Eigenschaften in verschiedenen Organismen unterschiedlich ausfallen kann.
II 53
McGinn pro Chomsky: pro angeborene Sprachmodule.
II 71
Unsere Sprache ist nutzlos, wenn es darum geht, die Welt zu sehen, wie sie ist, so wie das Auge nicht sprechen kann. Bsp Funktionsanalyse: was die Niere als Filtersystem wirksam macht, lässt sie gleichzeitig als Pumpsystem ineffizient werden.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen McGinn
> Gegenargumente zu Sprache



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017