Philosophie Lexikon der Argumente

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Sprache, Philosophie: eine Menge von zu einem Zeitpunkt fixierten lautlichen oder schriftlich kodierten Formen zum Austausch von Informationen bzw. von Unterscheidungen innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Lage sind, diese Formen als Zeichen oder Symbole zu erkennen und zu interpretieren. Im weiteren Sinn auch Zeichensysteme, die von Maschinen verarbeitet werden können. Siehe auch Kommunikation, Sprachregeln, Bedeutung, Bedeutungswandel, Information, Zeichen, Symbole, Wörter, Sätze, Syntax, Semantik, Grammatik, Pragmatik, Übersetzung, Interpretation, Radikale Interpretation, Unbestimmtheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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EMD II 166
Psychologisierung der Sprache/Peacocke: Problem: es mag eine unendliche Zahl von Arten von Situationen geben, die psychologisch spezifiziert sind, in denen ein gegebenes semantisches Prädikat anwendbar ist, und die nichts gemeinsam haben, das mit psychologischem Vokabular spezifizierbar ist. - (> logische Form) - ((s)Frage: kann man diese unendlich vielen verschiedenen psychologischen Prädikate dann als psychologisch identifizieren?).
PeacockeVsVs: es geht nicht um Reduktion - die fein bestimmten propositionalen Einstellungen müssen nicht vor der Übersetzung zugeschrieben werden können.
II 168
Interpretierte Sprache/Peacocke: W-Schema T(s) ↔ p - plus Erfüllungsrelation 'sats' (selbst uninterpretiert) zwischen Reihen von Objekten und Sätzen.
II 171
Variante: sei ein geordnetes Paar, dessen erste Komponente eine interpretierte Sprache im Sinne des vorigen Abschnitts ist und dessen zweite Komponente eine Funktion von Sätzen der ersten Komponenten auf propositionale Einstellungen ist. - Dann nimmt der Hörer die Äußerung als prima facie Beleg. - (>prima facie).
II 168
Sprache/Gemeinschaft/Peacocke: über die Konvention, dass der Sprecher den Satz nur äußert, wenn er ihn intendiert (Schiffer dito). - Problem: die Zuschreibung des Kriteriums setzt beim Sprecher schon eine Theorie voraus.
II 175
Sprache/Gemeinschaft/Konvention/Peacocke: Problem: 'gemeinsames Wissen': Bsp angenommen, Englisch*: wie Englisch, außer dass die Wahrheitsbedingungen für eine einfache Konjunktion geändert ist: T(Susan ist blond und Jane ist klein) ↔ Susan ist blond. - Problem: wenn Englisch die aktuale Sprache ist, wäre auch gleichzeitig E* die aktuale Sprache - denn es könnte gemeinsames Wissen sein, dass jedes Mitglied, das p & q glaubt, damit auch p glaubt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.10.2017