Philosophie Lexikon der Argumente

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Sprache, Philosophie: eine Menge von zu einem Zeitpunkt fixierten lautlichen oder schriftlich kodierten Formen zum Austausch von Informationen bzw. von Unterscheidungen innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Lage sind, diese Formen als Zeichen oder Symbole zu erkennen und zu interpretieren. Im weiteren Sinn auch Zeichensysteme, die von Maschinen verarbeitet werden können. Siehe auch Kommunikation, Sprachregeln, Bedeutung, Bedeutungswandel, Information, Zeichen, Symbole, Wörter, Sätze, Syntax, Semantik, Grammatik, Pragmatik, Übersetzung, Interpretation, Radikale Interpretation, Unbestimmtheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Richard Rorty
I 16ff
Spiegel: Sprache ist ein Werkzeug und kein Spiegel (Rorty wie Wittgenstein).
I 206
Sprache: die Besonderheit der Sprache liegt nicht darin, dass sie »die Qualität unserer Erfahrung verändert« oder »dem Bewusstsein neue Perspektiven eröffnet«. Ihr Erwerb verschafft uns vielmehr Eintritt in eine Gemeinschaft, deren Mitglieder ihre Behauptungen einander gegenüber rechtfertigen.
I 228
Rorty: wir können Quines Ziele verfolgen, ohne uns seiner Mittel zu bedienen: wir geben zu, dass die Welt in einer wahrheitsfunktionalen Sprache vollständig beschrieben werden kann, räumen jedoch gleichzeitig ein, dass Teile von ihr auch in einer intensionalen Sprache beschreibbar sind.
Könnten wir nicht auf Intentionen Bezug nehmen, wir wären immer noch in der Lage, jeden beliebigen Weltausschnitt zu beschreiben.
III 25
Vokabulare: die Welt bevorzugt nicht ein Vokabular vor anderen. Newtons Vokabular macht es uns leichter, die Welt zu beschreiben als das von Aristoteles, sie bevorzugt es aber nicht! Das menschliche Selbst wird durch Vokabulare geschaffen.
III 41
Rorty These: die Geschichte der Sprache und damit der Künste, Wissenschaften und Moral als Geschichte der Metapher betrachten heißt, das Bild zu verabschieden, in dem Bewusstsein oder Sprache sich immer besser für Zwecke eignen, die Gott oder die Natur auferlegt haben. Bewusstsein hat sich in der Evolution einfach ergeben, es ist nicht etwas, auf das der ganze Prozess abzielte
III 156
Sprache: Menschen wollen in ihren eigenen Termini beschrieben werden.
III 190
Sprache/Laut/Klang/Heidegger/Rorty: für ihn hing philosophische Wahrheit von der Wahl der Phoneme, dem Lauten der Wörter selbst ab.
III 197
Urworte/RortyVsHeidegger: solche Worte wären völlig nutzlos für Leute, die Heideggers Assoziationen nicht teilen.
III 190
Schrift/Sprache/DerridaVsHeidegger/Rorty: Derrida stellt Heidegger auf den Kopf: besteht auf der »Priorität des Geschriebenen«. - Schrift statt Laute - Denken soll "dichterisch" werden - "Die Sprache spricht."


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.11.2017