Philosophie Lexikon der Argumente

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Sprache, Philosophie: eine Menge von zu einem Zeitpunkt fixierten lautlichen oder schriftlich kodierten Formen zum Austausch von Informationen bzw. von Unterscheidungen innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Lage sind, diese Formen als Zeichen oder Symbole zu erkennen und zu interpretieren. Im weiteren Sinn auch Zeichensysteme, die von Maschinen verarbeitet werden können. Siehe auch Kommunikation, Sprachregeln, Bedeutung, Bedeutungswandel, Information, Zeichen, Symbole, Wörter, Sätze, Syntax, Semantik, Grammatik, Pragmatik, Übersetzung, Interpretation, Radikale Interpretation, Unbestimmtheit.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Rorty III 40
Wittgenstein: naturalisiert Bewusstsein und Sprache, in dem alle Fragen über Relationen zum Universum in kausale Fragen verwandelt werden. (Auch Ryle und Dennett).
Rorty VI 134
Sprache/Wittgenstein: Ihr könnt kein Verfahren ausfindig machen, mit dem es gelingt, zwischen die Sprache und den Gegenstand zu treten.
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Hintikka I 22
Sprache/Ontologie/Wittgenstein/Hintikka: man kann in der Sprache nicht angeben, wie viele Gegenstände es gibt. - Diese sind durch Namen gegeben. - ((s) eine Liste kann man wohl geben. - Wittgenstein: die Existenz eines Gegenstands läßt sich nicht ausdrücken - nur durch den Gebrauch des Namens in der Sprache.
I 41
Sprachrelativismus/Wittgenstein/Hintikka: "Könnte ein Löwe sprechen, würden wir ihn nicht verstehen." (I 323 Hintikka: ein Löwe hat andere Sinnesdaten) - Hintikka: in der Mathematik gibt es kein "common behavior". - In verschiedenen Systemen sind verschiedene Sätze wahr und falsch.
I 190
Physikalische Basissprache/Erklärung/Wittgenstein/WittgensteinVsErklärung/Hintikka: "Metaphysik" - (>Großes Typoskript) - Statt dessen: Phänomenologie ist Grammatik. - Bsp man sollte nicht entscheiden, ob zwei rote Kreise auf blauem Grund zwei Gegenstände oder einer sind. - Jede Umschreibung muss sich nach der des ersten Satzes richten. - Unklarheit über die Grammatik - Hintikka: a) die Gegenstände sind die Farben - b) die Gegenstände sind die Flecken. - Beides ist phänomenologisch. - Beides ist sekundär zur Sprache der physikalischen Gegenstände und ihrer Eigenschaften. - Falsche Frage: wie viele Gegenstände da sind. - WittgensteinVsPhänomenologie: diese wollte entscheiden, wie viele Gegenstände da sind.
I 255 Sprache/Wittgenstein/Philosophische Untersuchungen §§ 143-242/Hintikka: Sprache ist kein Kalkül. - Sie hat keine genau bestimmten Regeln - Nicht, dass die Regeln vage wären, - sondern die Frage stellt sich nur vor dem Hintergrund der Sprachspiele.
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II 60
Sprache/Signal/Wittgenstein: Bsp Auflösungszeichen in der Musik: ist ein Signal im strengen Sinn. - Die Sprache besteht nicht aus Signalen. - Ein Signal muss erklärt werden. - Im selben Sinn wie Farben. - Außer dem Farbwort "grün" brauchen wir noch etwas zusätzliches.
II 226f
Sprache/Wittgenstein: es gibt eigentlich keine Lücken in unserer Sprache - auch wenn es nicht genug Wörter gibt, um die Veränderungen des Himmels zu beschreiben. - Es ist auch kein Mangel unseres Sehvermögens, dass wir die Regentropfen nicht zählen können. - Auch Unmöglichkeit kann man ausdrücken - Bsp dass ein Gegenstand zugleich grün und rot wäre - Lösung: es wird durch willkürliche Konvention ausgeschlossen.
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VI 74
Sprache/Tractatus/Schulte: die Sprache verkleidet den Gedanken - aus der äußeren Form kann man nicht auf die Form des Gedankens schließen - sie kann nach ganz anderen Zwecken gebildet sein.
VI 116
Sprache/Zweck/Wittgenstein/Schulte: man kann zwar alles mögliche mit der Sprache anstellen, doch keiner dieser Zwecke bestimmt das Wesen der Sprache. Nicht einmal so etwas wie Verständigung oder "Ausdruck der Gedanken".
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Tetens VII 74
Sprache/Sachverhalt/Tractatus/Tetens: Frage: könnte es auch ein unzerlegbares Zeichen für jeweils einen Sachverhalt geben? Dann würde niemals zwei Sachverhaltszeichen gemeinsame Bestandteile (z.B. Wörter) haben. - Problem: dann könnte nicht dargestellt werden, das ein Gegenstand in mehreren Sachverhalten vorkommt. - VII 75 Logik: wäre dann unmöglich. ((s) Keine Schlüsse, keine Syllogismen) >feinkörnig.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Te I
H. Tetens
Geist, Gehirn, Maschine Stuttgart 1994

W VII
H. Tetens
Tractatus - Ein Kommentar Stuttgart 2009

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017