Philosophie Lexikon der Argumente

 
Strukturen, Philosophie: Eigenschaften eines Gegenstands, einer Menge oder eines Bereichs von Gegenständen, die die Verfasstheit und mögliche Gestaltbarkeit eben dieses Gegenstands, dieser Menge oder dieses Bereichs bestimmen. Die die Struktur festlegenden Eigenschaften können aus den Gegenständen stammen wie z.B. magnetische Kräfte oder elektrische Ladung oder den Gegenständen aufgeprägt werden wie z.B. die mathematischen Operationen der Multiplikation oder Addition. Siehe auch Ordnung, System, Relationen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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GLU I 184
Strukturen/Luhmann/GLU: anders als Autopoiesis: Strukturen sind dauerhaft. - Sie dienen der Selektion von Relationen. - Auch der Selektion von Selektionen. - Strukturen bestehen nicht aus Elementen. - (Element: von Systemen: ohne Dauer)
AU I Kass 5
Struktur/Systemtheorie/LuhmannVsTradition: die Strukturen stellen sich erst in dem Augenblick und für die Dauer ein, wo das System operiert. - Tradition: nahm an, Strukturen seien das Beständige, Prozesse vergingen. - Strukturen sind Erwartungen in Bezug auf Anschlussfähigkeit von Operationen. - Wenn der Strukturbegriff über Erwartungen definiert, ist die Subjekt/Objekt-Unterscheidung überhaupt unbedeutend.
AU I Kass 5
Struktur/Luhmann: ein System kann aus vielen Strukturen wählen. - Bsp Sprache: ist nicht auf einen Satz eingeschränkt. - Die Operationen des Systems setzen Strukturen voraus. - Im weiteren sind beide aufeinander angewiesen.
AU I Kass 14
Struktur/Tradition/Luhmann: früher stellte man sich Strukturen als etwas dauerhaftes vor. - Strukturalismus/Levi-Strauss: neu: es kommt ein kognitives, analytisches Element hinzu: Strukturen sind auch Erkenntnisbedingungen. - Erkenntnissubjekt können auch Wissenschaften sein. - Nicht alles kann mit allem verbunden werden. - Strukturen: werden oft über Erwartungen definiert, es wäre aber besser, wenn das anders ginge - aber wie? - Erwartungen sind zu subjektiv.
AU I Kass 14
Struktur/Luhmann: sollte nicht als unveränderlich angenommen werden. - Es geht nicht nur um die Unterscheidung vorher/nachher, sondern um Feststellungen über Prozesse. - Wie unterscheidet man Struktur und Prozess? - Struktur: ist nur im Moment des Gebrauchs real. - Realität: nur die Operationen selber - So wird die Systemtheorie aus der Unterscheidung von Struktur/Prozess herausgenommen. - Vorteil: dann sind Systeme nicht aus zwei Elementen (Struktur und Ereignis) zusammengesetzt). - Struktur: klärt, wie eine Operation an die andere anschliesst.
AU I Kass 14
Struktur/Luhmann: entsteht aus den gemischten Erfordernissen von Spezifikation und Generalisierung.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997

> Gegenargumente gegen Luhmann

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.09.2017