Philosophie Lexikon der Argumente

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Subjekt, Philosophie: Im allgemeinsten Sinn Urheber von Handlungen und Kreativität sowie Träger von Vorstellungen, Überzeugungen, Wahrnehmungen, Empfindungen und Stimmungen. In der Tradition des deutschen Idealismus wird das Subjekt dem Objekt gegenübergestellt. In neuerer Zeit gibt es eine Verlagerung des Schwerpunkts der Diskussion auf Fragen des Zugangs zu inneren Zuständen. Siehe auch Ich, Selbst, Subjektivität, Objekt, Idealismus, Handlungen, Handlungstheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

David Hume über Subjekte – Lexikon der Argumente

Deleuze I 15
Subjekt/Hume: Der Geist wird Subjekt, indem er von den Prinzipien affiziert wird.
>Geist/Hume
, >Prinzipien/Hume.
I 69
Subjekt/Hume: Das Subjekt ist keine Eigenschaft, sondern die Qualifizierung einer Ansammlung von Vorstellungen. Die Vorstellung der Subjektivität ist dann die Reflexion der Affektion in der Einbildungskraft, es ist die allgemeine Regel selbst.
I 101
Subjekt/Hume: Das Subjekt ist eine sich selbst entfaltende Bewegung. Das Subjekt kommt zur Entfaltung. Einiger Inhalt: dient zur Vermittlung. Problem: Mit welchen Recht behaupte ich mehr als ich weiß? Lösung: Das Subjekt ist zweifellos gegeben, indem es sich erfindet, macht es aus dem Gegebenen selbst eine Synthese bzw. ein System (Kern des Empirismus) (TranszendenalismusVs.
VsVs: Das Gegebene steht dem Subjekt nicht gegenüber, das Subjekt konstituiert sich im Gegebenen).
Gegebenes/Hume: Gegebenes ist ein Fluss, eine Bewegung ohne Identität und ohne Gesetz.
>Gegebenes/Hume, vgl. >Mythos des Gegebenen/Sellars.
I 114
Subjekt/Hume: Das Subjekt ist eine Synthese der Zeit. Die Synthese setzt Vergangenheit als Regel der Zukunft.
I 115
Synthese/Hume: Synthese korrespondiert mit Gewohnheit und Gewohnheit mit Subjekt.
I 120
Geist/Hume: Der Geist transformiert sich zum Subjekt nach den beiden Prinzipien des Affekt und der Assoziation.
Def Subjekt/Hume: Das Subjekt ist die Instanz, die nach dem Prinzip der Nützlichkeit ein Ziel, eine Absicht verfolgt und Verbindungen zwischen den Vorstellungen herstellt.
I 121
Problem des Subjekts/Hume: Da die Relationen den Vorstellungen äußerlich sind (die Vorstellungen verbinden sich nicht von selbst) ist die Frage, von welchen anderen Ursachen das Subjekt abhängt.
>Empirismus, >Ideen/Hume.
I 130
Die Einheit des Subjekts: kommt zustande, weil Subjektivität praktisch ist und daher von den Umständen und ihrem Inhalt nicht zu trennen ist.
I 141
Subjekt/Bergson: Das Subjekt ist zunächst ein von den Prinzipien hinterlassener Eindruck, der sich in eine Maschine verwandelt, die mit diesem Eindruck arbeitet.
>Bergson.
Subjekt/Hume: Das Subjekt ist nicht erkennend sondern praktisch.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997

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> Gegenargumente gegen Hume

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