Philosophie Lexikon der Argumente

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Subjektivität, Philosophie: Begriff für die Menge der einer wahrnehmenden Instanz zur Verfügung stehenden Information zusammen mit deren Interpretation durch diese Instanz. Dazu gehören Sinneseindrücke, Wahrnehmungen, Stimmungen, Gefühle, Fähigkeiten, Kreativität, Spontaneität, Sprachverstehen und Sprachgebrauch, das Wissen, wie innere Zustände sich anfühlen, Erinnerungen und Projektionen auf die Zukunft. Siehe auch Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Gedächtnis, Wahrnehmung, Wissen wie, Intersubjektivität, Introspektion, Objektivität, Perspektive.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 101
Subjektivität/Davidson: es ist ein Fehler anzunehmen, unsere subjektiven Zustände könnten unabhängig vom Rest der Welt so sein, wie sie sind.
I 103
Subjektivität/Erfüllung/Kurzschnabeligel/Stachelschwein/Igel/Fodor: Erfüllung durch subjektiven Zustand: Gedanke über Tiere, die bestimmte allgemeine Kriterien erfüllt (genau die, die wir bei der Entscheidung verwenden) - I 104 DavidsonVsFodor: diese Zustände gibt es nicht - statt dessen: Geschichte des Lernens des Worts.
I 105
Subjektivität/Stich: wissenschaftliche Psychologie: Geistzustände sind eher propositional, aber nicht in direkter Verbindung zu Wünschen Überzeugungen usw. sondern zur Verhaltenserklärung. Subjektiv nur charakteristisch für die Person - diese muß den Zustand nicht angeben können.
I 105f
Subjektivität/Davidson: Zusammenfassung: 1. Bewusstseinszustände durch sozialen Kontext identifiziert. - Wie Sonnenbrand durch Sonne - 2. Dennoch ist beides physisch - 3. Dass Geistzustände durch kausale Beziehungen zu den Gegenständen identifiziert werden, ist wesentlich für Kommunikation - 4. VsTrennung Schema/Inhalt: Cartesianisch: Der Geist ist passiver Betrachter - 5. Es gibt keine "Gegenstände des Denkens" - Gedanken sind privat. - Sie gehören dennoch zur gemeinsamen Welt. - Die bloße Möglichkeit von Gedanken verlangt gemeinsame Maßstäbe der Wahrheit und der Objektivität.
- - -
Frank I 626ff
Mythos des Subjektiven/DavidsonVsPrivatsprache: nach dem Mythos schaut jedes Subjekt auf seine privaten Gegenstände - Vs: Ideen haben nur dann Wahrheitsbedingungen, wenn sie etwas repräsentieren, d.h. interpretierbar sind.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017