Philosophie Lexikon der Argumente

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Tatsachen, Philosophie: Das, was einer wahren Aussage entspricht oder - nach Auffassung einiger Autoren - mit einer wahren Aussage identisch ist. Probleme ergeben sich durch mögliche mehrfache Zählung von Gegenständen, wenn z.B. von einer Situation gesprochen wird und zusätzlich von der Tatsache, dass diese Situation besteht. Daher bezeichnen einige Autoren die Annahme von Tatsachen als etwas Überflüssiges. Siehe auch Vernunftwahrheiten, Tatsachenwahrheiten, Sachverhalte. Wahrheit, Aussagen, Wissen, Gewissheit, Gedankenobjekte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
III 144 f
Negative Tatsachen/negative Zustände: harmlos: Bsp wenn etwas eine bestimmte Geschwindigkeit hat, dann hat es keine andere Geschwindigkeit zur selben Zeit. - Aber das ist schon impliziert. - > abgeleitete Gesetze III 147
Wir nehmen lieber negative Eigenschaften an als negative Gesetze: sonst sind viele Gesetze nicht instantiiert. - Negative Tatsachen: das Haben einer negativen Eigenschaft - aber nur als verursachte, nicht verursachende Eigenschaft.- > abgeleitete Gesetze.
- - -
II (d) 149
Allgemeine Tatsache(n)/general facts/Russell/Armstrong: Allquantifikation braucht "allgemeine Tatsachen" als Wahrmacher - (Armstrong pro). - Armstrong: also braucht auch eine Regularitätstheorie allgemeine Tatsachen - Martin: nichts im Begriff der "allgemeinen Tatsache" hilft, echte Gesetze von bloßen Gleichförmigkeiten zu unterscheiden - Armstrong: dito - Allgemeine Tatsache/Armstrong: involvieren auch keine Universalien. - Wir müssen hinter die allgemeinen Tatsachen zurück gehen, da sie keine direkte Verbindung von Typen involvieren.
II (d) 150
Lewis: wenn sie zugelassen sind, dann regulieren sie die Welt durch Verbot gewisser zusätzlicher Zustände.
- - -
Martin III 175
"allgemeine Tatsache"/Russell/Martin: kein Gesetz, bloße Konjunktion, Aggregat usw. aber: Pointe: Ausnahmslosigkeit: kann auch eine allgemeine Tatsache sein. (Das ist immer noch kein Gesetz.)
II 181
Allgemeine Tatsache/Gesamtheit/Martin: Problem: negative Tatsachen - Lösung/Martin: der allgemeine Term "was-und-wie-es-etwas-gibt" ist erster Stufe ((s) nicht eine Zusammenfassung von Entitäten von niederer Stufe). - "Was-es-gibt" hat Unterteilungen auf derselben Stufe - Unterteilungen sollten dieselbe Stufe haben wie die Gesamtheit. - Dann gibt es keine Notwendigkeit für eine "allgemeine Tatsache".


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

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