Philosophie Lexikon der Argumente

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Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt.
 
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I 52
Zwei-Namen-Theorie/ZNT/GeachVsAristoteles: falsche Angleichung von Prädikation und Benennen: als ob Prädikate (komplexe) Namen wären: "auf der Matte" - ((s) Bsp "Der Erstecher-von-Cäsar erstach den von Brutus erstochenen"). - Geach: außerdem würde noch ein Bindeglied gebraucht. - Zwei-Namen-Theorie: Bsp "Sokrates ist Philosoph" soll wahr sein, weil dieselbe Sache benannt wird - Vs: "Philosoph" (allgemeiner Term) ist kein Name für "alle (oder jeden) Philosophen".
I 54
Zwei-Klassen-Theorie/ZKT/GeachVs: ist noch schlimmer als die Zwei-Namen-Theorie: der allgemeine Term "Philosoph" bezeichne die "Klasse der Philosophen". - Sokrates ist dann nur einen Teil der Klasse.
Vs: Die Elementrelation ist ganz anders als die Teilklassen-Relation: Bsp Ein Parlamentsauschuss ist kein Mitglied des Parlaments. - Aber: "ist ein Philosoph" bedeutet in beiden Anwendungen genau dasselbe.
Kopula: Fehlschluss der Teilung: als ob es zwei Sorten "ist" gäbe: eins für "ist Philosoph" und eins für "ist Element der Klasse der Philosophen". - Geach: äquivalente Sätze müssen nicht in äquivalente Teilsätze aufgeteilt werden können - "jeder Logiker" ist nicht äquivalent zu "Klasse der Logiker".
I 122
Lateinsatztheorie/latin prose theory/Geach: das Relativpronomen wird als Verbindung eines Bindeworts mit einem gebundenen Pronomen behandelt: "der" wird übersetzt mit "damit": Bsp Der König schickte Abgesandte, damit sie Frieden erbäten. - Bsp (>Bach-Peters-Sätze) Lösung: Ein Junge küßte ein Mädchen, und sie liebte ihn wirklich, aber er machte ihr nur etwas vor (das ist immer noch zweideutig) - wohl aber Lösung: Bsp Jeder wahre Engländer verehrt __ vor allen... und __ ist seine Königin.
I 239
Prädikat/Terminologie/Geach: Prädikate nenne ich nur so, wenn sie als Hauptfunktor in einer Proposition gebraucht werden, sonst "predicables".
I-Prädikablen/I-Prädikat/Geach: (s): diejenigen Prädikate, in Hinblick auf die zwei Gegenstände in einer gegebenen Theorie ununterscheidbar sind - wenn in einer erweiterten Theorie Unterscheidungen getroffen werden können, dann ändert das I-Prädikat nicht seine Bedeutung, es ist nur kein I-Prädikat mehr. - Bsp "gleichförmig" für (verschiedene, aber noch gar nicht unterschiedene) Tokens von Wörtern, später werden Tokens erst unterschieden, aber immer noch "gleichförmig".
I 245
"Zumensch"/"surman"/Geach: (sollen identisch sein, wenn sie den gleichen Familiennamen haben) werden nicht doppelt gezählt - weil in verschiedenen Theorien anders mit Prädikaten versehen - und also verschieden gezählt. - ((s) Durch Theorie als verschieden identifiziert.) - Bsp mit demselben Recht im Universum anwendbar: "ist dasselbe Token wie...", "ist derselbe Typ wie...," "ist derselbe Lexikoneintrag wie...".
I 250
Zuschreibungstheorie/Geach: Vs "Willensakte": Zuschreibung von Verantwortung statt Kausalität (GeachVs) - Oxford: zu sagen, eine Handlung sei willentlich, ist keine Beschreibung der Handlung, sondern eine Zuschreibung.
I 291
GeachVsAristoteles: Vs "Zwei-Namen-Theorie"/ZNT: verwechselt die Relation von Namen zu Benanntem mit der Relation des Prädikats zu dem, wovon es ausgesagt wird. - > falsche Lehre der Dreifaltigkeit.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017