Philosophie Lexikon der Argumente

 
Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Chisholm II 153
Noema/Husserl: der Akt selbst konstituiert das Objekt. - Trennung von Akten und transzendentalen Objekten. II 154
ChisholmVsHusserl: das Noema erklärt nichts.
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Hu I 19/57
Husserl: Forschungsstrategie: Schema Teil-Ganzes - Generalthesis: die Existenz der Welt wird nicht in Frage gestellt, nur unsere Aussagen über sie. - Das Schema wahr/falsch ist durch bloße Beobachtung nicht zu erkennen.
I 37
Reell/Husserl: nichtintentional, aber auch: die Farbqualität erfährt eine "objektivierende Auffassung" und die "Empfindungskomplexion" ist auch reell. - Sinn/Husserl: was mit einem Zeichen gemeint wird, der Redende verleiht dem Laut einen Sinn. - Wir beziehen uns durch Bedeutung auf einen Gegenstand - Bedeutung/Husserl: Leistung des Bewusstseins. - Phänomenologisches Vorverständnis: alle Gegenstände existieren nur als gemeinte Einheiten.
I 39
Noema (Gedanke)/Husserl: a) Bezugssinn: wie Intension, b) Gegenstandskern als Träger - Noesis: Leistung, Charakter des Auffassungssinnes, (griechisch: noesis = Wahrnehmung).
I 53
"Prinzip aller Prinzipien"/Husserl: die Forderung, dass nur eine "originär gebende Anschauung" die Begründung der Erkenntnis sein kann. Bsp mathematische Axiome. Husserl grenzt hier jeden Bezug zu empirischen Aussagen aus und stellt den Bezug des Bewusstseins auf sich selbst als geeignetes Verfahren hin. "Selbstgegebenheit".
I 58
Einklammerung (Epoche): Vorwissen wird in Klammern gesetzt.
I 42 f
Def Noesis: Leistung, Charakter des Auffassungssinnes. (griechisch: das Wahrnehmen, Begreifen).
I 43
Def Noema: griechisch: der Gedanke - zwei Aspekte des intentionalen Gegenstandes:
a) noematischer Sinn (Inhalt) das "Wie" der Bestimmtheiten. Kohärente Sinneinheit in der Fülle verschiedener Bestimmungen.
I 44
b) noematischer Gegenstand (gegenständlich) "Kern", Verknüpfungspunkt und Träger verschiedener Prädikate. Das, womit ein identisches "Etwas" festgehalten wird.
I 65 ff
Horizont von Möglichkeiten. (Durch jeden Bewusstseinsakt gegeben.)
I 67
Innenhorizont/Husserl: Antizipation der Sinndimension - Außenhorizont: Wahrnehmung nicht auf ein Objekt beschränkt, sondern auf den gesamten Raum möglicher Gegenstände.
I 68
Appräsentation: Mitmeinung.
I 69
Apperzeption: denkt Empfindungsinhalte in Attribute des Gegenständlichen um - Wahrheit/Husserl: gebunden an den Prozess der Näherbestimmung.
Eidetische Variation/Husserl: wird aktiviert von Zufälligkeiten - Konstitution/Husserl: es ist eine Leistung des Bewusstseins, wenn uns ein Gegenstand anschauungsmäßig gegeben ist. - I 45 Denken/Husserl: begreift man das Denken als Prozess, sieht man, dass Prädikate sich wandeln können.
I 72
Def Kinästhese/Husserl: das bewusste sich Bewegen bei der Wahrnehmung > Leibbewusstsein, Körperbewusstsein. Der Leib wird zum Wahrnehmungsorgan. Die Sinneseindrücke können nicht mehr als einzelne, je nach Denkart abgeschlossene, letzte Einheiten betrachtet werden. Sie stehen in einer Abfolge -I 85 - transzendentales Ego/Husserl: hat eine Primordialsphäre: zunächst ist nur Eigenes in der Sphäre. Wir unterstellen den anderen, ein transzendentales Ego wie wir selbst zu sein. (> Einfühlung ). - Intersubjektivität/Husserl: a) Gegenstände, b) Soziales. - Objektivität/Husserl: durch eine Vielzahl der Perspektiven.
Umwelt/Husserl: a) vom intentionalen Bewusstsein gesetzt b) vom kommunizierenden Personenverband gesetzt. - Die kommunikative Umwelt ist jeder egoistischen vorgängig.
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Tugendhat I 167
Synkategorematisch/Husserl: synkategorematische Ausdrücke stehen nicht für einen Gegenstand.
Tugendhat I 177
Husserl: Hauptbegriff "Spezies": Übersetzung des griechischen eidos: Anblick, Aussehen. (s.u.: gemeinsames Merkmal bei Kant, Begriff).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Husserl

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017