Philosophie Lexikon der Argumente

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Theoretische Termini: Ausdrücke für unbeobachtbare Gegenstände, die von einer Theorie indirekt aus der Anwendung ihrer Methoden erschlossen werden und die im Einklang mit den Anwendungsregeln des Vokabulars der Theorie stehen. Siehe auch Unbeobachtbares, Beobachtung, Beobachtungssprache, Beobachtungssätze, Carnap-Konditional, Ramseysatz, Existenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 42
Theoretische Termini: Erkenntnis der Gegenstände fällt mit der Beherrschung von Aussagen zusammen.
I 44
Empirischer Gehalt = kategorische Beobachtungssätze: Verknüpfung von Theorie und Beobachtung. - Zwei Theorien äquivalent, wenn alle kategorischen Beobachtungssätze identisch. - Eine Theorie impliziert kategorische Beobachtungssätze, ohne von ihnen impliziert zu werden. - Theoretische Termini kommen in kategorischen Beobachtungssätzen gar nicht vor!
II 44
Theorie: Umformulierung: Bsp Elektron und Molekül in der Erklärung vertauschen - irgendein empirischer Satz (mit theoretischen Termini) wird aber entgegengesetzt bewertet. - Theoretische Termini markieren und den beiden Theorien zuordnen: dann kein Problem, kein Relativismus.
XII 29
Komparativ/Existenz/Sprachlernen/Ontologie/Quine: durch komparative kommen theoretische Termini ins Spiel "kleiner als dieser Fleck" - Pointe: auch wenn unbeobachtbar, braucht die Existenz nicht verworfen zu werden. - Dagegen: Bsp zusammengesetzte Termini: "blauer Apfel": hier ist Nichtexistenz beobachtbarer Gegenstände = Nichtexistenz überhaupt. - Theoretische Termini: können sonst auch durch Relativsätze oder Kennzeichnungen eingeführt werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.11.2017