Philosophie Lexikon der Argumente

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Theorien: Theorien sind Aussagensysteme zur Erklärung von Beobachtungen z.B. von Verhalten oder physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen. Beim Aufstellen von Theorien werden ein Gegenstandsbereich, ein Vokabular der zu verwendenden Begriffe und zulässige Methoden der Beobachtung festgelegt. Ziel der Theoriebildung ist außer Erklärungen Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit von Beobachtungen. Siehe auch Systeme, Modelle. Experimente, Beobachtung, Beobachtungssprache, Theoretische Termini, Theoretische Entitäten, Voraussagen, Analogien, Vergleiche, Beweise, Verifikation, Reduktion, Definitionen, Definierbarkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 31
Theorie/Lewis: eine Theorie hat mehr Theoreme, als aus ihrem Postulat (der Festsetzung der theoretischen Termini) logisch folgen. - Nämlich den Anspruch, dass die theoretischen Entitäten die Theorie als einziges realisieren.
I 22
Theoretische Gleichsetzungen werden nicht festgelegt, sie folgen vielmehr aus dem Theorien, die sie ermöglichen.
I 21f
Theorie: theoretische Termini sind funktional definierbar, mit Rückgriff auf kausale Rollen.
Theorie: In unserem vorliegenden Fall sollen die T-Termini Bestandteile der Beinahe-Realisierung benennen. (Der nächstgelegenen Realisierung der Theorie). Den Ausweg, T-Termini wie fehlgeschlagene Kennzeichnungen zu behandeln, sollten wir nur dann einschlagen, wenn die Geschichte irgendwo in die Nähe einer Realisierung kommt. (> Nächste mögliche Welten).
I 27
Wir wissen sehr wohl, dass wissenschaftliche Theorien oft beinah realisiert und nur selten realisiert sind.
I 31
Theorie: Wenn ich recht habe, sind T-Termini (theoretische Termini) eliminierbar. Wir können sie immer durch ihre Definientia ersetzen!Das heißt natürlich nicht, dass Theorien Fiktionen sind, oder ihre Entitäten unwirklich sind. Im Gegenteil! Weil wir die A-Termini verstehen und die theoretischen Termini mit ihrer Hilfe definierbar sind, haben Theorien ohne Abstriche Bedeutung. Und ihre Entitäten existieren dann tatsächlich.
I 32
Diese theoretischen Gleichsetzungen sind keine Stipulationen (Festsetzungen). Sie sind deduktive Schlüsse.
Und auf diese Weise werden wir eines Tages schließen, dass die Geisteszustände G1,G2,... die neuralen Zustände N1,N2,... sind.
IV 93
Theorie/Eindeutigkeit/Realisierung/Lewis: eine Theorie die beansprucht, alles zu erklären (Bsp eine Maschine) lässt keine zweite Realisierung zu. - ((s) >Funktionalismus).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 16.12.2017