Philosophie Lexikon der Argumente

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Über, Philosophie: In Zusammenhängen, in denen dieser Ausdruck vorkommt, geht es um die Bezugnahme eines sprachlichen Ausdrucks auf etwas jenseits seiner sprachlichen Ebene liegendes. Das Über-etwas-Sein vollzieht einen entscheidenden Schritt, der Gegenstände von allem anderen unterscheidet. Gegenstände können nicht über etwas sein. In diesem Sinn sind auch einzeln stehende Wörter als Gegenstände aufzufassen. In einem weiteren Sinn können auch Handlungen über etwas sein. Siehe auch Aboutness, Intentionalität, Intentionen, Referenz, Selbstreferenz, Stufen, Beschreibungsebenen, Zeigen, Zirkularität, Subsententiales.
 
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Prior I 21
"Über"/Prior: Glauben-dass, Denken-dass: geht nie über Propositionen, sondern darum, worüber Propositionen sind. - "Über" ist systematisch zweideutig, was es bedeutet, hängt davon ab, welche Art von Namen oder Quasi-Namen (z.B. Zahlen) ihm folgt.
Prior I 57f
"Über"/Prior": statt Propositionen über Propositionen (Identität von Propositionen "Alle Junggesellen sind unverheiratet"/ "Alle unverheirateten Männer sind unverheiratet"). - Besser: "wenn jemand äußert "Alle Junggesellen..." dann äußert er dieselbe Proposition wie "Alle unverheirateten..." > dann geht das nicht über Propositionen.
Prior I 155f
"Über"/Einhorn": dass ein Satz wirklich über etwas (Existierendes) ist, kann nicht von der Form abhängen, denn die ist dieselbe, wenn der Gegenstand fiktiv ist.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017