Philosophie Lexikon der Argumente

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Überdetermination, Philosophie: Der Begriff der Überdetermination hat verschiedene Bedeutungen. A. Das Erfülltsein mehrerer, für sich allein hinreichender Bedingungen für das Eintreten eines Ereignisses, wobei keine weitere Bestimmung der aktuellen Ursache gegeben werden kann. B. Die gleichzeitige Zuschreibbarkeit einer Eigenschaft und ihres Gegenteils, soweit sich dieses Gegenteil einer Eigenschaft formulieren lässt. C. Wenn es nur um den Wahrheitswert (Wahrheit oder Falschheit) einer Aussage geht, stellt die Zuschreibung von Eigenschaften an Gegenstände, die den Wahrheitswert nicht ändern, eine Überdeterminierung dar. Siehe auch Unbestimmtheit, Erfüllung, Erfüllbarkeit, Determinismus.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 57
Individuale/Meixner: individuenähnliche Gegenstände: Bsp das runde Quadrat, aber auch Bsp Holmes, fiktive Personen und deren Körperteile, von denen nicht gesagt werden kann, ob sie gewisse Eigenschaften haben oder nicht haben. - Der Mann, der wusste, dass er nichts weiß: nicht Sokrates, sondern ein Individual. (Überdeterminiert: durch Wissen und durch Nichtwissen).
I 56
Def Überdeterminiertheit: etwas ist überdeterminiert, wenn es mindestens eine Eigenschaft gibt, von der behauptet werden kann, x hat f und hat nicht-f.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004

> Gegenargumente gegen Meixner



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017