Philosophie Lexikon der Argumente

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Übersetzung, Philosophie: Philosophisch interessant an der Übertragung eines Texts in eine andere Sprache ist ihre Unbestimmtheit – die prinzipielle Unmöglichkeit, zwischen verfügbaren konkurrierenden Versionen zu wählen, wenn über die Ausgangssprache zu wenig bekannt ist. Siehe auch Gavagai, Idiolekt, Übersetzungsunbestimmtheit, Unbestimmtheit, Übersetzungshandbuch, Ostension, Zeigen.
 
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I 495
Medien/Übersetzung/Dennett: zwischen den Medien bestehen gewaltige Unterschiede. die Gemeinsamkeit ist nicht syntaktisch, sondern semantisch. Nicht der Text, sondern die Handlung!
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II 59
Übersetzung/Interpretation/Dennett: wir laufen Gefahr, dass wir in die Systeme, die wir zu verstehen versuchen zuviel Klarheit, zuviel Unterscheidung, zuviel Artikulation und damit zuviel Organisation einzubringen. Damit riskieren wir auch, zuviel von der besonderen Art unserer eigenen Organisation einfließen zu lassen.
Bsp
Bill schlug Sam
Sam wurde von Sam geschlagen
Bill war der Akteur der Handlung des Schlagens, deren Opfer Sam war.
Dennett: da wir in irgendeine solche Sprachstruktur gepresst sind, treffen wir nolens volens mehr Unterscheidungen, als die Umstände vielleicht hergeben.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

> Gegenargumente gegen Dennett
> Gegenargumente zu Übersetzung



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017