Philosophie Lexikon der Argumente

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Überzeugungen, Philosophie: Eine Überzeugung ist eine meist in einem Satz formulierbare Einstellung einer denkenden Person, wobei die Person in der Lage sein muss, den Satz in eine Menge von weiteren Sätzen zu integrieren. Eine weitere Bedingung ist, dass die Trägerin von Überzeugungen in der Lage ist, die entsprechenden Sätze umzuformulieren und zu negieren, also ihren Sinn zu erfassen. Siehe auch Privatsprache, Bedeutungen, Glauben, Bedeutungsholismus, Sinn, Religiöser Glaube.
 
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I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson: er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, dass es einem Subjekt so scheint.
Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, dass es so ist.
I 192
McDowellVsPeacocke: ...das ist kein Beweis dafür, dass der nichtbegriffliche Inhalt als Grund für ein Subjekt, von etwas überzeugt zu sein, in Frage kommt.
Das Subjekt hat vielleicht nicht einmal Gründe!
Bsp der erfahrene Radfahrer macht die richtigen Bewegungen, ohne Gründe zu benötigen. Auch die Beschreibung benötigt keine Gründe.
I 193
McDowellVsEvans, McDowellVsPeacocke: das berechtigt weder dazu, anzunehmen, dass Urteile und Überzeugungen in der Erfahrung fundiert sind, noch dazu, dass Überzeugungen durch Erfahrungen "als Gründe" fundiert werden.
Erfahrung/Welt/McDowell: die Bedingung der Korrektheit ist, dass der Gegenstand tatsächlich quadratisch ist.
Rorty VI 179
McDowellVsSellars/Rorty: Überzeugungen können auch durch von Urteilen verschiedene geistige Vorgänge gerechtfertigt werden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

> Gegenargumente gegen McDowell



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017