Philosophie Lexikon der Argumente

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Überzeugungen, Philosophie: Eine Überzeugung ist eine meist in einem Satz formulierbare Einstellung einer denkenden Person, wobei die Person in der Lage sein muss, den Satz in eine Menge von weiteren Sätzen zu integrieren. Eine weitere Bedingung ist, dass die Trägerin von Überzeugungen in der Lage ist, die entsprechenden Sätze umzuformulieren und zu negieren, also ihren Sinn zu erfassen. Siehe auch Privatsprache, Bedeutungen, Glauben, Bedeutungsholismus, Sinn, Religiöser Glaube.
 
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Richard Rorty
III 84
Überzeugungen/Rorty: eine Überzeugung, die sich gegenüber jedermann rechtfertigen lässt, interessierte niemanden! Die traditionelle Unterscheidung zwischen »rationaler Überzeugung« und »Überzeugung, die durch Ursachen statt durch Gründe bewirkt ist« sollte abgeschafft werden! Am Ende zählt das Auswechseln von Vokabularen und nicht von Überzeugungen! Das Auswechseln von Wahrheitswert-Kandidaten, nicht die Festlegung eines Wahrheitswertes.
III 89
Überzeugung/Rorty: eine Überzeugung, die sich gegenüber jedermann rechtfertigen ließe, interessierte niemanden. - III 90 Am Ende zählt das Auswechseln von Vokabularen und nicht von Überzeugungen. - Das Auswechseln von Wahrheitswert-Kandidaten, nicht die Festlegung eines Wahrheitswertes.
VI 63 ff
Wahrheit/Rorty: es gibt keine Ursachen der Wahrheit von Überzeugungen.
VI 187
Überzeugung/Davidson: These: die meisten unserer Überzeugungen müssen wahr sein - Überzeugungen sind nicht mehr oder weniger genaue Repräsentationen, sondern sie sind Zustände, die Menschen zum Zweck der Erklärung ihres Verhaltens zugeschrieben werden. - Man kann nicht zuerst die Überzeugung und dann ihre Ursache ermitteln, sondern umgekehrt. - Rorty: (wie Davidson) uns interessieren die Überzeugungen der anderen, weil wir mit ihrem Verhalten zurechtkommen wollen.
VI 214
Überzeugungen/Davidson/Sellars/Brandom/Rorty: werden uns von der Welt aufgedrängt, und das geschieht im Verlauf kausaler Wechselwirkungen zwischen dem uns im Bildungsprozess aufgedrängten Programm und den Sinnesorganen. - (DavidsonVsMcDowell).
VI 231
Überzeugung/Davidson/Rorty: Selbstzuschreibung von Erfahrungen setzten die Selbstzuschreibung von intentionalen Zuständen voraus. - Das ist nur jemand möglich, der über die Welt schon eine Menge Wahres glaubt. - Und zwar über die Kausalität zwischen Überzeugungen und Welt.
VI 233
Überzeugung/Davidson. den Inhalt unserer intentionalen Zustände können wir nur kennen, wenn wir über ihre Ursachen Bescheid wissen. - (Kausalität). - M. WilliamsVsDavidson: das ist gerade der Fundierungsgedanke, den er ablehnt.
VI 426f
Überzeugung/Erfahrung/Rorty: der Geist des Erwachsenen ist komplexer als der des Kindes. - So verschwindet auch die Unterscheidung zwischen Verursachung und Rechtfertigung von Überzeugungen. - (> Davidson).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

> Gegenargumente gegen Rorty



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017