Philosophie Lexikon der Argumente

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Normen, Ethik, Philosophie: Normen legen fest, welche Handlungen erlaubt, geboten oder verboten sind, wenn bestimmte Umstände gegeben sind. Die philosophische Diskussion beschäftigt sich vor allem sich mit Fragen ihrer Begründung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Nick Bostrom über Normen – Lexikon der Argumente

I 258
Normen/Normativität/Superintelligenz/Bostrom: Indirekte Normativität ist eine Möglichkeit, auf die Herausforderung zu antworten, die sich aus der Tatsache ergibt, dass wir vielleicht nicht wissen, was wir wirklich wollen, was in unserem Interesse liegt oder was moralisch richtig oder ideal ist. Anstatt eine Vermutung auf der Grundlage unseres eigenen derzeitigen Verständnisses (das wahrscheinlich zutiefst fehlerhaft ist) anzustellen, würden wir einen Teil der für die Wertauswahl erforderlichen kognitiven Arbeit an die Superintelligenz delegieren. >Ethik/Superintelligenz/Bostrom.
(...) man könnte diese Idee verallgemeinern (...):
Def Prinzip der epistemischen Achtung: Eine zukünftige Superintelligenz nimmt einen erkenntnistheoretisch überlegenen Standpunkt ein: ihre Überzeugungen sind (wahrscheinlich bei den meisten Themen) wahrscheinlicher als unsere. Wir sollten uns daher, wann immer dies möglich ist, der Meinung der Superintelligenz beugen.

((s)VsBostrom: (1) Hier wird die stillschweigende Annahme gemacht, dass moralische Entscheidungen dem Fortschritt unterworfen sind.
(2) Damit wird menschliche Verantwortung delegiert und letztlich davon ausgegangen, dass menschliche Entscheidungen nur vorläufig sind, bis nicht-menschliche Entscheidungen getroffen werden).
>Ethik/Moral/Superintelligenz/Yudkowsky
I 259
Ethik/Moral/Superintelligenz/Yudkowsky: Yudkowsky hat vorgeschlagen, einer Ausgangs-KI das Endziel zu geben, den "kohärenten extrapolierten Willen" (CEV) der Menschheit zu verwirklichen, den er wie folgt definiert:
CEV/Yudkowsky: CEV/Yudkowsky: Unser "kohärentes extrapoliertes Wollen" ist unser Wunsch, wenn wir mehr wüssten, schneller dächten, mehr die Menschen wären, die wir gerne wären, wenn wir enger zusammen aufgewachsen wären; wo die Extrapolation unserer Wünsche konvergiert statt zu divergieren, wo unsere Wünsche kohärent sind statt sich zu stören; wenn sie extrapoliert werden, wie wir es wünschen, dass sie extrapoliert werden, dass sie interpretiert werden, wie wir es wünschen, dass sie interpretiert werden. >Ethik/Superintelligenz//Bostrom.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Bostrom I
Nick Bostrom
Superintelligence. Paths, Dangers, Strategies Oxford: Oxford University Press 2017

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> Gegenargumente gegen Bostrom

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