Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Unintendierte Modelle, Philosophie: Ein Modell ergibt sich in der Logik aus einer Formel, wenn ihre Interpretation - das Einsetzen von Werten anstelle der freien Variablen – eine wahre Aussage ergibt. Bei Axiomensystemen spricht man von der Menge der Modelle, die das System zu konstruieren erlaubt. Das Problem der nichtintendierten Modelle entsteht, wenn eine in dem System gewonnene Aussage in einer Hinsicht unbestimmt ist, so dass sie wiederum verschiedene Interpretationen zulässt. Siehe auch Unbestimmtheit.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
I 315
Unintendierte Modelle/nicht intendiert/Interpretation/Simons: entstehen z.B. wenn man einen modalen Begriff nicht-modal axiomatisiert. - analog: wenn man einen mereologischen Begriff topologisch interpretiert, weil topologisch alle Mengen existieren (geschlossene wie offene). - Modal/nicht-modal/(s): nicht-modal: existieren dann notwendige wie nicht-notwendige Begriffe gleichermaßen (> Ununterscheidbarkeit).
Lösung/Simons: wir können eine nicht-modale Theorie in eine modale einbetten. - Problem: die modalisierte Theorie kann dann nicht mehr mit Tatsachen und aktualer Existenz umgehen.
I 318
Um Mathematik und Welt zu verbinden, braucht man die Relationen von modalen und nicht-modalen Wahrheiten.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

> Gegenargumente gegen Simons



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.07.2017