Philosophie Lexikon der Argumente

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Unkorrigierbarkeit, Philosophie des Geistes: Ausdruck für den besonderen Status der Gewissheit, den unsere Aussagen über unsere eigenen subjektiven Zustände haben. Dieser besondere Status wird von einigen Autoren bestritten. Siehe auch Privilegierter Zugang, Privatsprache, Mentale Zustände, Subjektivität, Fremdpsychisches.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 140
Gewissheit/Unkorrigierbarkeit/Peacocke/(s): demonstrative Gegebenheitsweise: garantiert, dass der Gegenstand Eigenschaften hat, die durch die Wahrnehmung determiniert sind, (nicht, dass er bestimmte Eigenschaften sicher hat) - jedenfalls, dass diese Eigenschaften nicht von weiteren Glaubensannahmen abhängig sind.
I 140f
Unfehlbarkeit/Immunität gegen Irrtum/Wahrnehmung: visuelle Gegebenheit: Bsp "Dieser Mann ist kahl": unfehlbar in Bezug auf "dieser Mann". - ((s) Nicht jemand anderes, der vor einem steht. - stärker/(s): auf jeden Fall der Mann, der wahrnehmungsmäßig gegeben ist - noch stärker/(s): auf jeden Fall das Wahrnehmungsmuster. - Peacocke: keine Identifikation, nicht von Identität mit irgend etwas abhängig, was gerade nicht gegeben ist. - "Es gibt (in dieser Wahrnehmungssituation) niemand, so dass er kahl wäre, aber dieser Mann nicht". - Von der Wahrnehmung als an diesem Ort präsentiert - es kann nicht sein, dass die Gegebenheitsweise "dieser Kasten" referiert und gleichzeitig dieser Kasten nicht das Ding ist, das würfelförmig ist. - Halluzination: auch in diesem Fall ist der Gedanke "Dummett amüsiert sich" ein Gedanke über Dummett!
I 175
Immunität/Unfehlbarkeit/Tradition/Evans: das Urteil, ein Urteil mit einem bestimmten Inhalt zu sein, kann dadurch konstituiert werden, dass dieses Urteil auf diesen Zustand antwortet - Ich/Evans: die Referenz kann fehlschlagen!

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

> Gegenargumente gegen Peacocke
> Gegenargumente zu Unkorrigierbarkeit



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.06.2017