Philosophie Lexikon der Argumente

 
Ursachen: Ob etwas eine physische Ursache von etwas ist, hängt ab von der Getrenntheit zweier Gegenstände oder Prozesse, die als Ursache und Wirkung identifiziert werden sollen sowie der Übertragung von Energie. Ob dieses Verhältnis zustande kommt, ist demnach kontingent. Sprachlich betrachtet ist das Verhältnis von Ursache und Wirkung dagegen ein notwendiges Verhältnis, da der Begriff Ursache nur auf etwas angewendet wird, das eine Wirkung hat. Siehe auch de re, de dicto, Notwendigkeit, Kontingenz, Kausalität, Wirkung.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
I 25
Prinzip der gemeinsamen Ursache/PdgU/Fraassen: führt letztlich zur Postulierung von unbeobachtbaren Entitäten. - Das PdgU kann kein allgemeines Prinzip der Wissenschaft sein.
I 28
Gemeinsame Ursache/gU/Fraassen: zu sagen, dass C die gemeinsame Ursache für die Korrelation zwischen A und B ist, ist zu sagen, dass relativ zu C es keine solche Korrelation gibt. C erklärt die Korrelation, weil wir eine Korrelation nur solange bemerken, wie wir C nicht berücksichtigen.
FraassenVsReichenbach: das PdgU regiert nicht die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts, weil es deterministische Theorien verlangt.
I 114
Ursache/Erklärung/Theorie: Def Ursache/Mackie: nicht-hinreichender aber notwendiger Teil einer nicht-notwendigen aber hinreichenden Bedingung.
FraassenVsMackie: Einschränkung: sonst kann Bsp Wachstum-plus-Tod-plus-Verwesung Ursache für den Tod sein.
1. Nicht jede hinreichende Bedingung ist eine Ursache. - Bsp die Existenz des Messers ist ein notwendiger Teil.
2. Eine Ursache muss auch nicht notwendig sein. - Es kann sein, dass es überhaupt keine vorausgehenden hinreichenden Bedingungen gibt. - Bsp Radium verursacht das Klicken des Geigerzählers. - Aber die Atomphysik ist damit kompatibel, dass er nicht klickt.
Verursachung/Lösung/Lewis: Kontrafaktisches Konditional: wenn A nicht gewesen wäre, wäre B nicht gewesen. - Fraassen: aber nicht buchstäblich. - falsch: dass ein Kontrafaktisches Konditional einer notwendigen Bedingung entspräche.
Lösung/Fraassen: hier gilt nicht das "wenn/dann" der Logik, denn dort gilt das Gesetz der Abschwächung. - Alltagssprache: hier gibt es keine Abschwächung.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

> Gegenargumente gegen Fraassen
> Gegenargumente zu Ursachen ...

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017