Philosophie Lexikon der Argumente

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Variablen, Philosophie: Variablen sind Symbole in Aussagen oder logischen Formeln, an deren Stelle verschiedene nähere Bestimmungen z, B. Konstanten oder Namen von Gegenständen eingesetzt werden können. In der Logik werden freie und gebundene Variablen unterschieden. Freie Variable, die also nicht durch einen Quantor wie (Ex) oder (x) gebunden sind, bilden noch keine Aussage, sondern eine Aussagenfunktion wie z.B. „Fx“ - „Etwas ist F“. Zahlen oder Gegenstände sind nicht variabel. Die Variabilität besteht in der Einsetzbarkeit von mehr als einem möglichen Wert. Siehe auch Freie Variable, Gebundene Variable, Konstanten, Individuenkonstanten, Individuenvariablen, Einsetzen, Substitution, Substituierbarkeit, Logik, Aussagen, Aussagenfunktion, Formeln.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 198f
Variable/Kennzeichnung/Stellvertreter/GeachVsCarnap: in seinen Regeln für Kennzeichnungen Bsp "" __ __ (ix)(. . x . . ) __ __" usw. fungieren die Striche nicht, wie Carnap glaubt als Leerstellen (Stellvertreter) sondern als Variablen! - Carnap denkt aber, wenn er sie umbenennt, vermiede er seine Probleme mit Variablen.
I 199, 200
Variablen/Konstanten/GeachVsCarnap: Carnap unterschiedet gar nicht so zwischen ihnen, wie er selber meint: Bsp Carnap: "Wenn "Q" eine Konstante pr (bestimmt oder unbestimmt) ist, dann sind von "Q(x)" die Sätze "Q(Prag)" (Stadt), "Q(a)" usw. gleichermaßen ableitbar."
Geach: "bestimmt oder unbestimmt", zeigt, dass die angebliche "Konstante pr" als Variable gebraucht wird.
Lösung: "Für alle "Q", wenn..." - aber dann haben wir eine Variable " "Q" ", die Anführungszeichen als Teil ihrer selbst enthält.
I 201
Freie Variablen/Strawson: Bsp (A) In "x ist ein Mensch" ist "x" eine freie Variable. - Hier kommt "x" nicht als freie Variable vor - denn, weil "x" ist "x ist ein Mensch" als freie Variable vorkommt, ist der Satz (A) wahr. - Wenn (A) eine freie Variable enthielte, wäre es keine Aussage, sondern eine Aussagenfunktion.
I 203
Gebundene Variable/Gebrauch/Erwähnung/Geach: in Bsp "x ist ein Mensch" wird "x" gebraucht, daher ist es eine gebundene Variable! (Gebunden durch die Anführungszeichen). - Gleichzeitig ist der Ausdruck deswegen Name einer Kennzeichnung, auch wenn sie nichts bezeichnet. (> Benennen/Bezeichnen). - Namen bezeichnen nichts.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.07.2017