Philosophie Lexikon der Argumente

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Verallgemeinerung: Eine Verallgemeinerung ist die Ausdehnung einer Aussage (einer Zuschreibung von Eigenschaften) die auf einen Bereich D von Gegenständen zutrifft, auf einen Gegenstandsbereich E, der größer als D ist und D enthält. Zum Gegenstandsbereich können in diesem Fall auch Zeitpunkte gehören. Eine Eigenschaft, die voll auf die Gegenstände eines Gegenstandsbereichs zutrifft, kann partiell auf die Gegenstände eines größeren Bereichs zutreffen. Siehe auch Gültigkeit, Allgemeingültigkeit, Allgemeines, Prädikation, Methoden.
 
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I 152
Einzelwissenschaften/EW/Reduktionismus/natürliche Art/Verallgemeinerung/Fodor: Einzelwissenschaften müssen Ausnahmen zulassen. - Die Gesetze, die beim liberalen Reduktionismus die einzelnen Disjunktionsglieder verbinden, brauchen dafür aber keine Ausnahmen zuzulassen.
Falsche Lösung: natürliche Arten der Einzelwissenschaften immer dort zu unterscheiden, wo sie natürliche Arten der Physik entsprechen. - Diese Forderung würde die Gesetze der Einzelwissenschaft ausnahmslos gültig machen.
Bsp für jedes Währungssystem ein eigenes ökonomisches Gesetz wäre ausnahmslos gültig, aber keine Verallgemeinerung mehr, kein Erkenntnisgewinn. - Dann kann man nicht mehr sagen, was in Währungssystemen geschieht, dann Bsp "ist ein Währungssystem" wäre keine natürliche Art mehr. - Ausnahmen: werden auf der Ebene der reduzierenden Wissenschaft wegerklärt.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Fodor
> Gegenargumente zu Verallgemeinerung



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017