Philosophie Lexikon der Argumente

 
Verifikationismus, Philosophie: Im engeren Sinn die Auffassung, dass die Bedeutung von Aussagen durch die Methode ihrer Verifikation (ihrer Bestätigung) besteht. Daraus folgt, dass Aussagen, die nicht überprüft werden können, letztlich sinnlos sind. Siehe auch Anti-Realismus, Realismus, Empiristisches Sinnkriterium.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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EMD II 112ff
Disjunktion/Verifikation/Bedeutungstheorie/BT/Dummett: genau anders als in der intuitionistischen Logik: Bsp es war entweder eine gerade oder eine ungerade Zahl Gänse auf dem Kapitol - sollte nicht garantieren müssen, dass überhaupt eins der Disjunkte verifiziert werden kann - dann ist der Satz vom ausgeschlossenen Dritten behauptbar, auch wenn der Satz selbst unentscheidbar ist.
EMD II 123
Verifikationistische Bedeutungstheorie/Dummett: folgt aus der Annahme, dass wir keinen Begriff von einer Tatsache haben können, die wir nicht erkennen können - Pointe: dann ist das Nicht-Vorkommen einer nicht-erkennbaren Tats. nicht selbst wieder eine Tats. - >Anti-Realismus) - dann ist die Tatsache, dass eine Beh weder als korrekt noch als inkorrekt erkannt werden kann, hinreichend zu zeigen, dass sie weder korr noch inkorr sein kann - das führt nur beim Realismus zur Bivalenz
EMD II 126
Verifikationistische Bedeutungstheorie/Korrektheit/Realismus/Anti-Realismus/Dummett:
a) verifikationistische Bedeutungstheorie: Wahrheitsbedingungen erkennbar: dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die Behauptung ist korrekt, wenn gezeigt wird, dass sie unmöglich inkorrekt sein kann
2. Die Behauptung ist inkorrekt, wenn sie nicht als korrekt zeigbar ist. -
b) Realismus: Wahrheitsbedingungen nicht erkennbar: dann kein Unterschied, weil die Inkorrektheitsbedingungen immer dann bestehen, wenn die Korrektheitsbedingungen nicht bestehen und umgekehrt.
II 126
Aber selbst hier ist Inkorrektheit primär.
EMD II 126
Verifikationistische Bedeutungstheorie/Dummett: braucht nur effektive, entscheidbare Begriffe - (nichtrealistisch) - aber weder klassische noch intuitionistische Logik.
EMD II 126
Bedeutungstheorie/Verifikation/logische Form/Dummett: doppelte Negation: ~~A l- A und l-A > ~~A aber nicht A l- ~~A - außerdem: l- A v ~A, l- ~(A & ~A), ~(A & B) -ll- ~A v ~B, ~(A v B) l- ~A & ~B, aber nicht: ~A & ~ B l- ~(A v B).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

> Gegenargumente gegen Dummett
> Gegenargumente zu Verifikationismus

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017