Philosophie Lexikon der Argumente

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Verifikationismus, Philosophie: Im engeren Sinn die Auffassung, dass die Bedeutung von Aussagen durch die Methode ihrer Verifikation (ihrer Bestätigung) besteht. Daraus folgt, dass Aussagen, die nicht überprüft werden können, letztlich sinnlos sind. Siehe auch Anti-Realismus, Realismus, Empiristisches Sinnkriterium.
 
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EMD II 47/48
Verifikationismus/Dummett: Gegenbegriff zu McDowells Sinn, der auf Wahrheitsbedingungen basiert: die Doktrin, dass Beherrschung der Sprache nur durch den Erwerb von sprachlichem Verhalten erworben wird. - Problem: Bivalenz - wenn wir sie annehmen, dann ist kein Verhalten bei unentscheidbaren Sätzen möglich - das ist typisch für den Realismus. - Lösung/Dummett: berechtigte Behauptbarkeit.
EMD II 62
Verifikationismus/McDowell: Problem: Bedeutung der Begriffe von Wahrheit und Falschheit kann man gar nicht durch Belege erwerben (wie man Begriffe sonst erwirbt). - Wohl aber Belege für die Wahrheit von Sätzen (also beides zusammen). - McDowellVs: weil eine nicht-empirische Tarski-Theorie von der Theorie des Sinns beinhaltet wird, folgt daraus nicht, dass Empfänglichkeit für Belege ausgeschlossen wäre, sie ist notwendig für die Zuschreibung von Glauben.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

> Gegenargumente gegen McDowell
> Gegenargumente zu Verifikationismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017