Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

 
Verlässlichkeitstheorie, Philosophie: Die Verlässlichkeitstheorie ist eine Theorie über das Zustandekommen von Wissen. Sie versucht zu erklären, wie Subjekte in manchen Fällen über Wissen verfügen, ohne sich und anderen Rechenschaft darüber geben zu können. Siehe auch Kausaltheorie des Wissens, Wissen, Regularität, Unbewusstes.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
Bücher bei Amazon
II 96
Verläßlichkeitstheorie/Verläßlichkeit/FieldVsVerläßlichkeitstheorie: Problem: die meisten Leute sind nicht verläßlich über Politik. - Falsch: zu sagen, daß sie unter "anormalen Bedingungen" stünden. - Richtig: sie sind nicht unter optimalen Bedingungen. - Problem: Optimum: ist hier schwer nicht-intentional zu bestimmen. - Problem: Bsp ein Sektenmitglied ist nicht verläßlich in Bezug auf die Realität aber verläßlich in Bezug auf die Meinungen des Gurus.
II 99
Lösung: FieldVsStalnaker: braucht etwas, das er nicht will: feinkörnigere Glaubenszustände als solche mit Boolescher Struktur.
II 369
Verläßlichkeit/Field: kann nicht alles sein, was wir anstreben. - Bsp es gibt völlig verläßliche induktive Regeln: z.B. an gar nichts glauben, egal was für Belege es gibt. - Bsp nur an logische Wahrheiten glauben - die Verläßlichkeitstheorie will aber mehr. - Sie will eine besondere Klasse herausgreifen, die die Vernünftigkeit eines Glaubenskonstituiert. - Verläßlichkeit/Field: teilt sich in viele verschiedene Begriffe auf: a) über kurze - über lange Zeit - b) hohe Wahrscheinlichkeit exakter Wahrheit - hohe Wschk annähernder Wahrheit - c) Verläßlichkeit in der wirklichen Welt liefernd. - Verläßlichkeit über eine Menge ähnlicher möglicher Welten.
II 380
Verläßlichkeit/Field: Bsp angenommen, eine anfängliche Beobachtung stellt sich als falsch heraus. - Drei Möglichkeiten:
i): Die Regel ist nicht verläßlich am Anfang, sie wird aber verläßlicher.
ii) es gibt am Anfang gar keine Regel, die späteren sind besser. (FieldVs, GoldmanVs.) - Vs: das macht Verläßlichkeit unerreichbar und erklärt uns für immer als unvernünftig.
iii) Die Regel war immer verläßlich, nur die Beobachtungsdauer zu kurz.
II 384
Field: wir brauchen auch Ziele und Effektivität: dann kann eine Regel verläßlicher, aber weniger kraftvoll sein.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Send Link
> Gegenargumente gegen Field

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.11.2017