Philosophie Lexikon der Argumente

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Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 12ff
Verstehen/Brandom: aus unserer Weise zu reden, nicht weil wir so reden müssten
147
Verstehen : hat mit Allgemeinheit zu tun. Einzelnes ist nicht unmittelbar verstehbar.
I 424f
Def Verstehen : Gehalt verstehen heißt, die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für seine Wahrheit zu erfassen.
I 426
Brandom: was immer ihre Rolle in der Reihenfolge der Rechtfertigung sein mag, in der Reihenfolge des Verstehens setzt "scheint rot" "ist rot" voraus.
I 317
Verlässlichkeit: Papageien und Thermometer können verlässliche Dispositionen haben. Sie betrachten ihre Reaktionen aber nicht als Gründe für weiteres Handeln - kein Wissen ohne Verstehen.
I 709
Verstehen/Brandom: du musst das ausdrücken können, was ich ausdrücke.
I 714
Man muss Gehalte nicht nur de dicto, sondern auch de re spezifizieren können.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Brandom



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.06.2017