Philosophie Lexikon der Argumente

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Invertierte Spektren, Philosophie des Geistes: Ausdruck für ein Gedankenexperiment, mit dem gezeigt wird, dass wir nicht sicher sein können, dass Reize (hier Wellenlängen des Lichts) von allen Subjekten in gleiche mentale Zustände übersetzt werden. Insbesondere ist es möglich, dass ein Farberlebnis bei verschiedenen Subjekten nicht an derselben Stelle des Farbspektrums lokalisiert ist. D.h., was jemand als rot wahrnimmt, könnte ein anderer als grün wahrnehmen. Nun wäre der Sprachgebrauch jedoch so, dass aufgrund des Lernens der öffentlichen Sprache beide dasselbe Wort verwenden, während das subjektive Erleben verschieden ist. Siehe auch Wissen wie, Privatsprache, Qualia, Skeptizismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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IV 195
Vertauschte Spektren: nichts im Verhalten kann die Vertauschung aufdecken, VsBehaviorismus. - Darstellung der Frequenzen stellt nicht eine Empfindung dar. - Beschriftung kann beliebig vertauscht werden - Tradition: Empfindung ist nicht eine notwendige Eigenschaft der Farbe. - Wenn es eine "metaphysisch notwendige" Verbindung zwischen Empfindung und Neurophysiologie gibt, dann gibt es dennoch keine zwischen dem Farbbegriff und dem psychophysischem Begriff.
IV 195
Zustandsraum/FodorVsChurchland/LeporeVsChurchland: das Problem der Identität kehrt immer zurück - letztlich haben wir kein anderes Kriterium als Beobachtungsbegriffe.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Fodor
> Gegenargumente zu Vertauschte Spektren



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.07.2017