Philosophie Lexikon der Argumente

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Wahrheitsbedingungen: Wahrheitsbedingungen werden die Bedingungen genannt, unter denen Aussagen, Sätze, Behauptungen usw. wahr sind. Um einen Satz zu verstehen ist es nach einigen Theorien hinreichend, seine Wahrheitsbedingungen zu kennen. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Man kann nach diesen Theorien nicht nur wahre, sondern auch falsche Sätze verstehen. Siehe auch Semantik, Satzbedeutung, Verstehen, Wahrheit, Bedeutung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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EMD II 72
Wahrheitsbedingungen/Dummett: werden als gegeben vorausgesetzt - aber nur für jeden Typ von Sprechakt. - Eine Theorie der Kraft muss dann zwischen Frage, Befehl usw. unterscheiden. - Wahrheitsbedingungen angeben können = den Satz paraphrasieren können, nicht einfach das Prädikat "wahr" anhängen! - Die Wahrheitsbedingungen selbst dürfen vorgängiges Verständnis des Satzes gerade nicht voraussetzen, wenn sie den Satz erklären sollen - ((s) Aber man muss wissen was der Satz bedeutet, wenn man beurteilen will, ob die Tatsache gegeben ist, oder ob eine Paraphrase korrekt ist.)
EMD II 95
Wahrheitsbedingungen/Dummett: Beobachtung Bsp was es für einen Baum bedeutet, größer zu sein - Beobachtung von Fähigkeiten: kann nicht prinzipiell herausfinden, worin die Fähigkeit genau besteht (Wahrheitsbedingungen für die Zuschreibung von Fähigkeiten).
EMD II 100
Wahrheitsbedingungen/Dummett: kann man nicht kennen, wenn man nicht sagen kann, wann sie erfüllt sind

Dum III 17
Sinn/Frege: Erklärung des Sinns durch Wahrheitsbedingungen. - Tractatus: dito: "Unter welchen Umständen"
- DummettVsFrege/DummettVsWittgenstein: dazu muss man aber bereits wissen, was die Aussage dass P wahr ist, bedeutet. - Vs: Wenn es dann heißt, P ist wahr bedeute dasselbe, wie P zu behaupten, VsVs: dann muss man bereits wissen, welchen Sinn es hat, P zu behaupten! Das ist aber genau das, was erklärt werden sollte - VsRedundanztheorie: wir müssen sie entweder ergänzen (nicht bloß Bedeutung durch Behauptung und umgekehrt erklären), oder die Zweiwertigkeit aufgeben.
III 122
Für-wahr-halten/Dummett: die Bedingungen dafür werden durch die Wahrheitstheorie angegeben! - Vs: Wahrheitsbedingungen sind nicht immer erkennbar, auch wenn sie erfüllt sind. - VsVs: Nur Kenntnis der Bedingungen ist verlangt, nicht Kenntnis der Erfüllung.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.11.2017