Philosophie Lexikon der Argumente

 
Wahrheitsprädikat: Das Wahrheitsprädikat einer Sprache ist das in dieser Sprache ausgedrückte „ist wahr“. Seine Zubilligung kann empirisch gerechtfertigt oder aufgrund der logischen Form der Aussage zugeschrieben werden. Nach der Redundanztheorie ist das Wahrheitsprädikat grundsätzlich überflüssig. Nach W.V.O. Quine (Quine, Philosophie der Logik, 2005, S. 33) wird das Wahrheitsprädikat lediglich zur Verallgemeinerung gebraucht. Bsp Alle Sätze einer bestimmten Form sind wahr. - Eine Sprache, die ihr eigenes Wahrheitsprädikat enthält, ist semantisch geschlossen. In einer solchen Sprache sind semantische Paradoxien möglich. Siehe auch Ausdrucksstärke, Zirkularität, Semantische Geschlossenheit, Wahrheit, Wahrheitsdefinition, Redundanztheorie, Selbstbezüglichkeit, Paradoxien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Horwich I 356
W-Prädikat/Verallgemeinerung/semantischer Aufstieg/Quine: (1970): das W-Prädikat wird gebraucht, nicht um Bsp "Dick ist sterblich", "Tom ist..." zu verallgemeinern, ((s) das geht mit "x") sondern für die Verallgemeinerung von "Tom ist sterblich oder nicht sterblich".) - ((s) Wenn "a oder b" wahr ist, dann ist a wahr oder b wahr oder beide. Wobei jetzt "a" für einen ganzen Satz steht und nicht die "x" für ein Individuum).
CGBVsQuine: das ist in Ordnung, aber ohne Quantifikation über Sätze, denen eine Charakteristik (Wahrheit) zugeschrieben wird.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Grover, D. L.

Gro I D. Grover A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992

Kamp/Grover/Belnap
D.L.Grover, J.L.Kamp, N.D. Belnap
Philosophical Studies 27 (1) 73 – 125 (1975)

Es wird auf externe Quellen verweisen.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017