Philosophie Lexikon der Argumente

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Wahrheitsprädikat: Das Wahrheitsprädikat einer Sprache ist das in dieser Sprache ausgedrückte „ist wahr“. Seine Zubilligung kann empirisch gerechtfertigt oder aufgrund der logischen Form der Aussage zugeschrieben werden. Nach der Redundanztheorie ist das Wahrheitsprädikat grundsätzlich überflüssig. Nach W.V.O. Quine (Quine, Philosophie der Logik, 2005, S. 33) wird das Wahrheitsprädikat lediglich zur Verallgemeinerung gebraucht. Bsp Alle Sätze einer bestimmten Form sind wahr. - Eine Sprache, die ihr eigenes Wahrheitsprädikat enthält, ist semantisch geschlossen. In einer solchen Sprache sind semantische Paradoxien möglich. Siehe auch Ausdrucksstärke, Zirkularität, Semantische Geschlossenheit, Wahrheit, Wahrheitsdefinition, Redundanztheorie, Selbstbezüglichkeit, Paradoxien.
 
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II 28
"Wahr"/W-Prädikat/Zweck/Verallgemeiernung/Allgemeinheit/Quine/Field: (Quine 1970): vor allem hat das W-Prädikat die Rolle der Generalisierung. - Darin besteht sein ganzer Wert. - Leeds dito. - Field: Bsp "Alle wahren Sätze dieser Theorie sind Theoreme". - Camp/Grover/Belnap/CGB: (1975, dito). Bsp "Es gibt wahre Sätze, die zu Glauben niemals jemand einen Grund haben wird".
II 120
W-Prädikat/Verallgemeinerung/Wahrheit/Field: Bsp den Wunsch, nur wahre Sätze zu äußern: "Ich äußere "p" nur, wenn p".
II 121
Bsp "Nicht jedes (von unendlich vielen) Axiomen ist wahr". - Oder Bsp sie sind kontingent: "Nicht jedes hätte wahr sein müssen". - Pointe: das geht nur mit rein disquotationaler Wahrheit.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

> Gegenargumente gegen Field



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017