Philosophie Lexikon der Argumente

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Wahrheitstheorie, Philosophie: In Wahrheitstheorien geht es darum, ob und wie Wahrheit zu definieren ist. Unterschieden werden A. Theorien, denen es um Übereinstimmung von Aussagen mit einem Sachverhalt geht (Korrespondenztheorien). B. Theorien, bei denen es um interne Stimmigkeit innerhalb eines Systems von Aussagen geht (Kohärenztheorien). Siehe auch Wahrheitsdefinition, Wahrheit, Wahrheitswerte, Wahrheitsprädikat, Deflationismus, Disquotationalismus, Zitattilgung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Michael E. Dummett über Wahrheitstheorie – Lexikon der Argumente

Dummett III (c) 118
Wahrheitstheorie/WT/Dummett: Die Wahrheitstheorie setzt ein Verständnis der Metasprache voraus. >Metasprache.
- - -
Horwich I 459
Wahrheit/Wahrheitstheorie/WT/Wahrheitsbedingungen/WB/Dummett/Rorty: Es könnte sein, dass jemand alle Wahrheitsbedingungen kennt ohne den Inhalt der rechten Seite des W-Satzes zu erkennen.
((s) Bsp "Schnee ist weiß" ist wahr gdw. Schnee weiß ist.)
W-Satz: erklärt nichts, wenn die Metasprache (MS) die >Objektsprache (OS) enthält. - Dann gilt das auch, wenn Metasprache und Objektsprache getrennt sind. - Davidson: kein einzelner W-Satz sagt, was Verstehen heißt, aber das ganze Korpus ((s) von W-Sätzen) wohl.
DummettVsDavidson/DummettVsHolismus: Damit gesteht Davidson ein, dass der Holismus nicht erklären kann, wie der Sprecher zum Verständnis von Einzelsätzen kommt. - Davidson: Sprachgebrauch ist nicht in Teilfähigkeiten aufteilbar. - Der W-Satz verkörpert keine Fähigkeiten. - Sonst haben wir wieder mentale Entitäten.(1). Vgl. >Gedankenobjekte.


1. Richard Rorty (1986), "Pragmatism, Davidson and Truth" in E. Lepore (Ed.) Truth and Interpretation. Perspectives on the philosophy of Donald Davidson, Oxford, pp. 333-55. Reprinted in:
Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

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