Philosophie Lexikon der Argumente

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Willensfreiheit: Alltagssprachlich formuliert ist der Freie Wille die Fähigkeit eines Subjekts, unter Alternativen wählen zu können. Siehe auch Libet-Experimente, Freiheit, Subjekt, Individuum, Determinismus, Handlungen Autonomie, Kompatibilismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 133
Willensfreiheit/Freiheit/McGinn: Problem: eine Kennzeichnung der Modalität von Freiheit (Freiheitsmodalität) zu finden, die erkennen lässt, inwiefern freies Wählen möglich ist. Das betrifft eine bestimmte (naturgegebene) Fähigkeit des Menschen.
Wenn ein Gegenstand eine mit Modalbegriffen formulierbare Kraft besitzt, wird das seinen Grund in gewissen Eigenschaften des Gegenstands haben.
Diese Kraft ist abhängig von der Natur dessen, was die Kraft besitzt.
Dementsprechend muss die Freiheitsmodalität eine innere Natur aufweisen und mit Eigenschaften des Akteurs, wahrscheinlich seines Gehirns, zusammenhängen.
I 139
Seele/McGinn: Ist unsere übernatürliche Seele determiniert, oder ist sie es nicht? Die Frage ist also nur verschoben worden. Gott selbst würde dem Dilemma gegenüberstehen.
These: Freiheit ist immer Freiheit von etwas.
((s) "Folgeverhältnis"/McGinn/(s): = Zusammenhang zwischen den Elementen, der einer logischen Folge entspricht).
Die Handlung steht nicht in einem Folgeverhältnis zu der betreffenden Faktenmenge, sofern sie auch anders hätte ausfallen können.
Problem: die kritische Frage lautet nun, ob der Begriff der Freiheit nur im Hinblick auf einige Fakten oder im Hinblick auf alle ein Verhältnis des Nichtfolgens verlangt.
Legt man dadurch, dass man alle physischen Fakten festlegt, zugleich alle Entscheidungen fest?
I 145
McGinn These: der gewöhnliche Freiheitsbegriff verlangt ein psychisches aber kein physisches Nicht-Folgeverhältnis.
I 154/55
Das Problem der Erkenntnis erinnert an das Problem der Willensfreiheit, die ebenfalls eine Art Reizunabhängigkeit besitzt. Entscheidungen kommen aus eigenem Antriebe auf die Welt, sie sind nicht bloße Wirkungen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.11.2017