Philosophie Lexikon der Argumente

 
Wirklichkeit, Philosophie: Ausdruck für die Gesamtheit dessen, was der Wahrnehmung von Subjekten gegenübersteht und nicht nur vorgestellt ist. Einerseits soll Wirklichkeit das sein, was unabhängig von uns ist, andererseits wird von manchen Autoren ihre Formbarkeit als Beweis ihrer Existenz angesehen. Siehe auch Abhängigkeit, Unabhängigkeit, Möglichkeit, Notwendigkeit, Aktualismus, Realität, Realismus, Idealismus, Konstruktivismus, Gegenwart, Tatsachen, Sachverhalte, Simulation, „Über“, Zirkularität, Objekte, Gegenstände, Ordnung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 18ff
Wirklichkeit/Welt/Realität/Goodman: Die vielen Stoffe, aus denen man Welten erzeugt - Materie, Energie, Wellen, Phänomene - werden zusammen mit den Welten erzeugt. Aber nicht aus dem nichts, sondern aus anderen Welten. Unser Erschaffen ist ein Umschaffen.
Den Anfang sollte man der Theologie überlassen. Keine Hoffnung auf feste Grundlage.
Die Rede von unstrukturiertem Inhalt oder Gegebenem widerlegt sich selbst, denn Rede kann nicht unstrukturiert sein.
I 18
Kant: der Begriff eines reinen Inhalts ist leer.
I 34
...sollten wir aufhören, von richtigen Versionen zu sprechen als ob jede ihre eigene Welt wäre und sollten alle als Versionen von ein und derselben neutralen, zugrunde liegenden Welt anerkennen? Goodman These: Die so wiedergefundene Welt ist, wie früher bemerkt, eine Welt ohne Arten, ohne Ordnung, ohne Bewegung, ohne Ruhe und ohne Struktur. - Eine Welt, für oder gegen die zu kämpfen sich nicht lohnt.
II 70f
Wirklichkeit/Goodman: die gesamte Wirklichkeit, auch Raum und Zeit sind beschreibungsabhängig, VsKant, VsSalmon, VsRead - Denkbar: Raum-Zeit-Punkte existieren nicht die ganze Zeit! - Lösung: Summengegenstand p+t
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IV 44
Realität/Goodman: Nichts wird durch einen bloßen Beschluss verwirklicht. Das Eingeständnis, dass es viele Standards der Richtigkeit gibt, lässt daher die Unterscheidung zwischen richtig und verkehrt nicht zusammenbrechen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

> Gegenargumente gegen Goodman

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.09.2017