Philosophie Lexikon der Argumente

 
Wissenschaft: A. Ein Bestand von Aussagen über definierte Gegenstandsbereiche die mit bestimmten Methoden, Regeln und Instrumenten gewonnen wurden sowie ein Bestand an Methoden, Instrumenten und Regeln zur Gewinnung neuer Aussagen über denselben Gegenstandsbereich. B. Gruppen von Personen, die zu einem Fachgebiet gezählt werden, wobei sich diese Gruppen durch gemeinsames Akzeptieren von Methoden, Regeln, Instrumenten und der Begrenzung der Gegenstandsbereiche herausbilden. Siehe auch Beobachtung, Beobachtbarkeit, Methoden, Systeme, Theorien, Theoretische Termini, Theoretische Entitäten, Verifikation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Richard Rorty
IV 13ff
Wissenschaft/Tradition: sie sei eine besondere Methode oder durch eine besondere Beziehung zur Realität ausgezeichnet. Quine: über die Wissenschaftstheorie hinaus sei im übrigen keine Philosophie vonnöten. (RortyVs).
Hempel: zeigte, dass diese Abgrenzung nicht so leicht vorzunehmen ist.
IV 35
Konvergenz/Wissenschaft/Rorty:(auch Mary Hesse): wir werden niemals eine Bedeutung des Ausdrucks »Konvergenz« bekommen, unter die auch Begriffe und Überzeugungen fallen. - (Das bräuchten aber Williams, Nagel und Harman).
VI 10/11
Wissenschaft/Wahrheit/Rorty kein Ziel der Forschung. - Bei einem Ziel muss man wissen, ob man darauf zusteuert, oder davon abkommt. - Stattdessen: Wissenschaft ermöglicht Vorhersagen.
VI 209
Wissenschaft/Rorty: ich halte eine Unterscheidung für wichtig, die bei McDowell nicht vorkommt:
1. Teilchenphysik mitsamt dem die Mikrostruktur betreffenden Teil der Naturwissenschaft.
2. Der gesamte Rest der Naturwissenschaft.
Rorty: die Teilchenphysik übt eine zu starke Faszination aus: >Unbestimmtheit (nicht alles nach Heisenberg zu erklären!).
VI 374f
Def Wissenschaft als natürliche Art /Rorty: eine Wissenschaft, die so definiert wird, stellt immer die gleichen Fragen. Rorty These: Philosophie ist keine natürliche Art!


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.09.2017