Philosophie Lexikon der Argumente

 
Zeichen: Zeichen sind erkennbare und abgrenzbare Formen, die ein Beobachter zwei Bereichen zuordnen kann. Der erste Bereich ist dabei das Repertoire an verfügbaren Formen, das eine Unterscheidung von Ähnlichkeit und Unähnlichkeit innerhalb dieses Bereichs erlaubt, der zweite Bereich ist eine Menge von Gegenständen, die wiederum eine Unterscheidung von Ähnlichkeit und Unähnlichkeit zwischen diesen Gegenständen sowie eine Unterscheidung der Gegenstände des zweiten Bereichs von den Formen des ersten Bereichs erlaubt. Es gibt keine Zeichen ohne Beobachtung bzw. Interpretation. Siehe auch Sprache, Wörter, Symbole, Icons, Systeme, Abbildung, Abbildtheorie, Bilder, Zuordnung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 180
Zeichen/TugrendhatVsHusserl: stehen nicht immer für etwas sondern Funktion: Charakterisierung - dann ist die ganze Theorie der kategorialen Akte eine reine Denktheorie ohne Bezug auf Zeichen. - Gebrauch ist hier dasselbe wie Funktion.
Charakterisierung/Tugendhat: dasselbe wie Klassifizieren oder Unterscheiden.
I 364
»Natürliche Zeichen«/Tugendhat: Anzeichen: Bsp das Braunwerden der Blätter im Herbst, dass es gleich donnern wird, usw. - keine Intention, kein Gegenstand, sondern Sachverhalt.
I 482
Zeichen/Tugendhat: treten nicht an die Stelle der Gegenstände, sondern an die Stelle einer fingierten zeichenfreien Bezugnahme. - (> Stellvertreter).
I 498
Die sprachlichen Zeichen vertreten nicht andere Funktionen, die auch ohne sie möglich wären.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017