Philosophie Lexikon der Argumente

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Zeichen: Zeichen sind erkennbare und abgrenzbare Formen, die ein Beobachter zwei Bereichen zuordnen kann. Der erste Bereich ist dabei das Repertoire an verfügbaren Formen, das eine Unterscheidung von Ähnlichkeit und Unähnlichkeit innerhalb dieses Bereichs erlaubt, der zweite Bereich ist eine Menge von Gegenständen, die wiederum eine Unterscheidung von Ähnlichkeit und Unähnlichkeit zwischen diesen Gegenständen sowie eine Unterscheidung der Gegenstände des zweiten Bereichs von den Formen des ersten Bereichs erlaubt. Es gibt keine Zeichen ohne Beobachtung bzw. Interpretation. Siehe auch Sprache, Wörter, Symbole, Icons, Systeme, Abbildung, Abbildtheorie, Bilder, Zuordnung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Stegmüller IV 79
Übermäßige Tatsache /Wittgenstein: (PU § 192): Kripke: gradlinige Lösung: Auffinden einer übermäßigen Tatsache: diese soll als endliches Faktum die potentiell unendlichen künftigen Verwendungen eines Zeichens eindeutig festlegen. - Das ist unmöglich.
Wittgenstein II 48
Zeichen/Symbol/Wittgenstein: ein Zeichen kann unsinnig sein. - Ein Symbol kann nicht unsinnig sein. - Auch Tonfall und Ausdruck gehören zum Symbol. - unvollständiges Symbol: Bsp "Ich bin hungrig" an die Tafel geschrieben.
VI 159
Zeichen/Wittgenstein/Schulte: Zeichen werden nicht interpretiert, sondern gekannt. Das ist eine praktische Fähigkeit. - > Abrichtung.
VI 177
Def Symptom/Wittgenstein: eine Erscheinung, die erfahrungsgemäß mit der Erscheinung zusammen auftritt, die unser definierendes Kriterium ist. - Bsp Symptom: entzündeter Hals. - Kriterium: Angina-Bazillus. - Das Schwanken der Grammatik zwischen beiden läßt es so scheinen, als gäbe es nur Symptome. - Bedeutung: ist nicht nur durch gemeinsames Auftreten (wie bei einem Symptom) gesichert. - Statt dessen: wir brauchen die Methode der Verifikation.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

> Gegenargumente gegen Wittgenstein



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.08.2017