Philosophie Lexikon der Argumente

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Zitat/Zitattilgung: Zitate sind Wiedergaben von mündlichen oder schriftlichen Sprachäußerungen, die zu einer anderen Zeit und/oder an einem anderen Ort gemacht oder gefunden wurden. Sie können ihrerseits mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Probleme ergeben sich für die Interpretation der ursprünglichen Äußerung, wenn diese sprachliche Elemente enthält, die sich auf Personen oder Situationen im Äußerungskontext beziehen. Siehe auch Indirekte Rede, Quasi-Anführung, Intensionen, Propositionen, Opazität, Zweidimensionale Semantik.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 366
Glaubenssätze und Zitate können als unendlich viele verschiedene Dinge verstanden werden (Unbestimmtheit).
I 377
indirekte Rede: Versetzen in Geistzustand des Sprechers, kein Maßstab für Richtigkeit (Übersetzung) - keine objektiv richtige Übersetzung.
VI 97
Buchstabieren/Quine: löst die Syntax und das Lexikon eines jeden Inhaltssatzes auf und fusioniert ihn mit der Sprache des Interpreten - sie besitzt dann keine kompliziertere Syntax als etwa das Additionszeichen.
VI 98
(3) (Ex)(Pirmin glaubt "x ist ein Spion") - Zitat: was in (3) zitiert wird, ist nichts weiter als der Name einer Sequenz von zwölf Buchstaben! das "x" darin hat mit dem äußeren "Ex" nicht das mindeste zu schaffen - daher die Notwendigkeit, zu buchstabieren. - QuineVsPropositionale Einstellungen de re.
VII 53+
Zitat/Quine: jeder Unsinn kann innerhalb der normalen Sprache als Zitat vorkommen - Problem: dann ist er Teil des normalen Satzes - dann keine Möglichkeit mehr, sie aus der Menge der sinnvollen Zeichenketten auszuschließen - Lösung: a) begriff der Normalität verenge b) den Begriff des Vorkommnisses verengen - Problem: wir haben ein Interesse, die Zeichenketten nicht auf die schon bekannten einzuschränken,
VII 141
Zitat/Quine: muss Referenz nicht zerstören: Bsp "Giorgione" benennt einen Schachspieler (ist wahr, wenn er Schach spielte).

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

> Gegenargumente gegen Quine



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.06.2017