Philosophie Lexikon der Argumente

 
Zufall: Zufall ist nicht die Abwesenheit einer Kausalerklärung, sondern das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse, die durch voneinander unabhängige Kausalketten herbeigeführt wurden. Die Feststellung einer Zufälligkeit gehört zur Beschreibungsebene und drückt unter Umständen das Abweichen von einer Erwartung aus. Die Eigenschaft, zufällig zu sein ist Ereignissen nicht inhärent. Siehe auch Determinismus, Indeterminismus, Kontingenz, Notwendigkeit, Wahrscheinlichkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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II 50
Def orthographischer Zufall/Prädikat/einfach/mehrstellig/Glauben/Field: man sollte alle verschiedenen Zuschreibungen Bsp "X glaubt Russell war kahl", Bsp "X glaubt, Russell war kahl oder Schnee ist weiß" usw. als primitive einstellige Prädikate auffassen. - Dann könnten wir alle zwei-stelligen Prädikate wie Bsp "X glaubt daß p" gänzlich fallenlassen. - orthografischer Zufall: dann wäre die Tatsache, daß der Ausdruck "glaubt daß" in beiden (angeblich) einstelligen Prädikaten vorkommt, ohne Bedeutung, ein bloßer orthographischer Zufall. - Ebenso die Tatsache, daß beide "Russell war kahl" enthalten. - FieldVs: das kann man nicht ernst nehmen, aber angenommen es wäre ernst: dann würde folgen, daß es keine physikalische Relation zwischen Leuten und Propositionen geben muß. - Dann, da wir nicht von einer psychologischen Relation gesprochen haben, ist klar, daß es gar keine Realisation gibt, in der eine physikalische Relation gebraucht würde. ((s) Dann muß es unendlich viele primitive Prädikate mit komplexer Struktur geben.) – Lösung/Field: um den "orthographischen Zufall" zu vermeiden, sollte man "X glaubt daß p0" für bestimmte Sätze p0 nicht als funktional definierbar betrachten, in der Weise, wie das für "X hat Schmerzen" richtig ist. – Fazit: dann brauchen wir physikalische Eigenschaften und mögliche Welten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

> Gegenargumente gegen Field

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.09.2017