Philosophie Lexikon der Argumente

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Sprache, Philosophie: eine Menge von zu einem Zeitpunkt fixierten lautlichen oder schriftlich kodierten Formen zum Austausch von Informationen bzw. von Unterscheidungen innerhalb einer Gemeinschaft, deren Mitglieder in der Lage sind, diese Formen als Zeichen oder Symbole zu erkennen und zu interpretieren. Im weiteren Sinn auch Zeichensysteme, die von Maschinen verarbeitet werden können. Siehe auch Kommunikation, Sprachregeln, Bedeutung, Bedeutungswandel, Information, Zeichen, Symbole, Wörter, Sätze, Syntax, Semantik, Grammatik, Pragmatik, Übersetzung, Interpretation, Radikale Interpretation, Unbestimmtheit.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Colin Allen und Eric Saidel Die Evolution der Referenz in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

Perler I 333
Sprache/Evolution/Allen/Saidel: in welchem Ausmaß können unterschiedliche Funktionen der Sprache voneinander getrennt und in verschiedenen phylogenetischen Gruppen nachgewiesen werden?
a) härtere Linie: (stärkere Trennung von Mensch und Tier): Homologie (gemeinsame Vorläufer) ist notwendig, Homoplasie (konvergente Evolution) nicht ausreichend.
Vs: das ist voreilig. Zwar liefert Homologie mehr Belege für einen gemeinsamen historischen Weg, aber auch Homoplasie liefert relevante Informationen: sie geht aus einem ähnlichen Selektionsdruck hervor. Damit kann sie auch allgemeine Prinzipien aufdecken.
I 335
Sprache/Evolution/Allen/Saidel: wenn sie homolog sein soll, muss es einen gemeinsamen Vorfahren mit der Anlage zu ihr gegeben haben.
I 336
Um das zu beantworten, braucht man vergleichende Arbeiten über Menschen, Menschenaffen, Affen und Nichtprimaten.
I 339
Tier/Sprache/Referenz/Allen/Saidel: Bsp Seyfarth, Warnrufe von Meerkatzenjungen müssen von den Erwachsenen bestätigt (wiederholt) werden, damit sie von den anderen ernst genommen werden.
I 340
Geteilte Aufmerksamkeit/Sprache/Tier/Allen/Saidel: wenn sie vorhanden ist, dann unterhalten die Lautäußerungen von Menschen und erwachsenen Tieren dieselben Beziehungen zu den Gegenständen der Aufmerksamkeit.



Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017