Philosophie Lexikon der Argumente

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Selbstbewusstsein, Philosophie: Eine Form des Bewusstseins, die eine Lokalisierung des denkenden Subjekts im logischen Raum ermöglicht. Voraussetzung für das Selbstbewusstsein ist Bewusstsein von äußeren und inneren Vorgängen sowie die Fähigkeit zur Unterscheidung dieser beiden Quellen von Einflüssen. Siehe auch Identifikation, Selbstidentifikation, Selbst, Ich, Bewusstsein, Individuation, Identität, Person.
 
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Frank I 81
Ich/Körper/Anscombe: nur ein bestimmten Ich Sätzen gilt, dass ihre Beschreibung mit der Beschreibung von Ereignissen zusammenfällt: Bsp "Ich springe", "ich stehe" usw.
Davon ausgehend:
Selbstbewusstsein/Anscombe: kann durchaus extern festgestellt werden! Bsp Henry James: eine Romanfigur („der arme Baldy") hat sein Selbstbewusstsein, nicht jedoch sein Bewusstsein bei einem Sturz von der Kutsche verloren.
Konstitutiv ist für James und Anscombe dann für ein extern beobachtbares bzw. beschreibbares
Fra I 82
Selbstbewusstsein der Begriff eines unvermittelten, subjektlosen Begriffs von Handlungen usw., die als subjektlose aber auf agierende und leidende "Dinge" beziehbar sind.
Grund: das soll zweierlei vermeiden:
1. als Referenten von "ich" einen Körper zu behaupten,
2. ein vom Körper verschiedenes Ding auszumachen, das dann aber auf den Körper bezogen werden muss.
SchaedeVsAnscombe: was das soll, bleibt aber unklar. Was ist eine "subjektlose Handlung"?
Frank I 92
Selbstbewusstsein/Anscombe: kann erklärt werden als "Bewusstsein, dass das und das einem selbst zukommt".
Vorsicht: "er selbst" ist ganz anders als "von einem selbst".

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Anscombe



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017