Philosophie Lexikon der Argumente

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Naturgesetze, Philosophie: Naturgesetze (physikalische Gesetze) sind Beschreibungen von Abhängigkeiten physikalischer Größen untereinander. Aus der Tatsache, dass es sich um Beschreibungen handelt folgt, dass es keine Vorschriften im Sinne von z.B. juristischen Gesetzen sind. N. Goodman schlägt in Fact, Fiction and Forecast (1954) vor, Naturgesetze in der Form irrealer Bedingungssätze (auch Kontrafaktische Konditionale genannt) zu formulieren Wenn A der Fall (gewesen) wäre, wäre B der Fall (gewesen).

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Bubner I 129
Nomos/Physis/Naturgesetze/Antike: getrennt: Nomos: geltende Ordnung, geschieden von
Physis: läuft eigentlich dem Ordnungsbegriff zuwider (urwüchsig).
Damit bekommt das Gesetz einen Charakter von Zwang und Willkür.(Sophisten).
Platon zeigt im "Gorgias" und "Staat" den Sonderfall des menschlichen Lebens, wo Natur und Gesetzlichkeit zusammenfallen.
Kausalität/Aristoteles: keine Kausalität im modernen Sinne: die Gründe mussten nach Aristoteles auch als wahr gewusst werden! Das entspricht nun gar nicht einem Gesetz!


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

> Gegenargumente gegen Aristoteles



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.08.2017