Philosophie Lexikon der Argumente

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Feinkörnig, Logik, Philosophie: Aussagen können mehr oder weniger detailreich sein. Bsp die feinkörnige Aussage (x)(y)(x = y › (N(x = x) › N(x = y))) könnte grobkörnig als A › B dargestellt werden. Zur Entscheidung von Problemen ist die grobkörnige Form oft nicht hinreichend. >Entscheidbarkeit, >Mögliche Welt, >Situationssemantik, >Semantik Möglicher Welten, >Hyperintensionalität
 
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Fodor IV 169
Feinkörnig/Zwillingserde/Begriffliche Rolle/Conceptual Role Theory/CRT/Block/Fodor/Lepore: Probleme mit der Zwillingserde zielen in die andere Richtung als Freges Probleme (Intension/Extension).
Frege: braucht feinkörnigere Begriffe als Extensionen
Putnam: braucht weniger feinkörnige als extensionale Äquivalenz. (Enge Auffassung): Synonyme Ausdrücke müssen als extensional unterschieden behandelt werden. (Wasser/Zwillingserden-Wasser).
Daher wird ein gemeinsamer theoretischer Ansatz (CRT) kaum funktionieren.
Lösung/Block: "Zwei Faktoren" Version der CRT. die beiden stehen orthogonal zueinander:
a)Eeigentliche CRT: deckt den Bedeutungsaspekt von Frege ab
IV 170
b) Unabhängige vielleicht kausale Theorie der Referenz: (ZE/Wasser/Zwillingserden-Wasser).
Fodor/LeporeVsBlock: das hat fast gar nichts mit CRT zu tun. Aber außerdem ist weder a) (Bedeutung) noch b) (Kausalität) verfügbar. Aber nehmen wir es trotzdem an:
Bsp Angenommen, wir treffen die Unterscheidung Bedeutung/Referenz mit der "Zwei-Faktor"-Theorie: wir haben dann zwar genügend Unterscheidungsfähigkeit, zahlen aber einen hohen Preis:
Frage: was hält die beiden Faktoren eigentlich zusammen?
Bsp was verhindert, dass es einen Ausdruck gibt, dessen inferentielle Rolle dem Ausdruck "4 ist eine Primzahl" entspricht und dessen Inhalt "Wasser ist nass" ist?
Aber was würde es bedeuten? Und was würde damit ausgedrückt?
Das Problem wiederholt sich auf der Ebene der Metatheorie:
Was hält eine Theorie der Extension und eine Theorie der Bedeutung zusammen?
BlockVsVs: ihm ist das klar, und was er dazu sagt ist rätselhaft: "die begriffliche Rolle ist primär in der Bestimmung der Natur der Referenz, aber nicht umgekehrt."
IV 171
Fodor/LeporeVsBlock: gerade im Fall der Zwillingserde kann die begriffliche Rolle die Referenz eben nicht bestimmen!
Begriffliche Rolle/Block: scheint zu sagen, dass es in der Tat nicht die begriffliche Rolle von Wasser ist, die bestimmt, worauf sie sich bezieht, sondern die begriffliche Rolle von Namen! Deren Referenz ist schließlich nach Kripke kausal bestimmt.
Begriffliche Rolle/(s): Unterschied: a) Begriffliche Rolle eines bestimmten Begriffs, Bsp Wasser,
b) einer Wortklasse, Bsp Namen.
Fodor/LeporeVsBlock: das löst aber nicht das Problem! Wir brauchen etwas, das die Verwechslung von Extension und Intension ausschließt.
Was ist es, das einen Ausdruck wie (s.o.) "Primzahl/Nässe" ausschließt?
Block: T ist kein Art-Begriff, wenn die Kausaltheorie von Art-Begriffen nicht wahr von ihm ist.
Fodor/LeporeVsBlock: das verhindert gerade nicht, dass "Wasser" die Extension eine Art-Begriffs hat und gleichzeitig die Logik eines Zahlbegriffs.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Block



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017