Philosophie Lexikon der Argumente

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Täuschung, Philosophie: Eine Vorstellung, die von dem abweicht, was durch die Weise der Verursachung dieser Vorstellung zu erwarten gewesen wäre, wenn man die Erwartung oder Erwartbarkeit aus bisheriger Erfahrung oder die geteilten Erfahrungen und Erwartungen einer Gemeinschaft von Subjekten zugrunde legt. Siehe auch Irrtum, Kausaltheorie des Wissens, Verlässlichkeitstheorie, Wissen, Gewissheit, Objektivität, Intersubjektivität.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Frank I 687
Täuschung/Descartes/Burge: Descartes weist auf eine kausale Lücke zwischen Welt und Wirkungen hin.
Unterschiedliche externe Ursachen können dieselben Wirkungen hervorrufen.
Descartes: die Ursachen unterscheiden sich von dem, was wir über sie denken.
Individualismus: will daraus schließen, dass unsere Gedanken über die Welt falsch sind.
BurgeVsIndividualismus: wir wissen aber, welche Gedanken wir haben, selbst wenn sie falsch sind.
D.h. wir wissen auch in kontrafaktischen Situationen, welche Gedanken wir haben. (Zwillingserde).
Antiindividualismus These in kontrafaktischen Situationen haben wir aber andere Gedanken als in der aktuellen Situation (Zwillingserde).
Nach Descartes müsste also der Antiindividualismus falsch sein.

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Burge



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017