Philosophie Lexikon der Argumente

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Unbestimmtheit, Philosophie: Ein Gegenstand ist unbestimmt, wenn seine sprachliche Beschreibung weniger Merkmale angibt als ein Mitglied einer (Sprach-)Gemeinschaft normalerweise benötigt, um den Gegenstand von anderen Gegenständen zu unterscheiden. Siehe auch Übersetzungsunbestimmtheit, Vagheit, Unterbestimmtheit, Unerforschlichkeit, Bestimmtheit.
 
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Geach I 149
Unbestimmtheit/Referenz/Frege: sich "auf etwas Unbestimmtes beziehen" heißt oft eher: sich unbestimmerweise auf etwas Bestimmtes beziehen.
Geach: in (4), (7), oder (9) ist aber keine bestimmte Referenz und auch keinerlei Hinweis. (?).
Bei Buridan ist die "appellatio" an eine "ratio" höchst obskur, aber das ist Freges "ungerade Bedeutung" auch! (GeachVsFrege).

suppositio confusa/Buridan: jeweils die ersten Sätze der folgenden Paare
suppositio determinata: jeweils die zweiten:

(10) Um zu sehen, brauche ich ein Auge
(11) Es gibt ein Auge, das ich brauche, um damit zu sehen
(12) Es gab immer einen lebenden Menschen
(13) Es gibt einen Menschen, der immer am Leben war

I 150
Das kann in moderner Logik leicht mit Quantoren klargemacht werden.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Buridan
> Gegenargumente zu Unbestimmtheit



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017