Philosophie Lexikon der Argumente

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Paradoxien: Widersprüche innerhalb von formal korrekten Aussagen bzw. Aussagenmengen, die dazu führen, dass eine Existenzannahme, die zunächst plausibel erschien, zurückgezogen werden muss. Paradoxien sind keine Fehler, sondern Herausforderungen, die eventuell zur Neuformulierung der Voraussetzungen und Annahmen oder zur Änderung der Sprache, des Gegenstandsbereichs und des logischen Systems führen. Siehe auch Antinomien, Russellsche Paradoxie, Widersprüche, Reichweite, Konsistenz.
 
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Berka I 371
Antinomien/Mengenlehre/Cantor: (1895): "Antinomie der Menge aller transfiniten Ordinalzahlen"
von Burali Forti 1897 als erstes veröffentlicht.
"Cantorsche Antinomie": A der größten Kardinalzahl" = ("A. der Menge aller Mengen")
Damals wurden die grundsätzlichen Konsequenzen unterschätzt.
Russell: (Brief an Frege, 16.06.1902): Russellsche Antinomie als Weiterentwicklung der Cantorschen. Diese kann auch aus Freges erstem Band der Grundgesetze der Arithmetik abgeleitet werden.

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017