Philosophie Lexikon der Argumente

 
Rechtfertigung, Philosophie: Die Rechtfertigung ist eine Bedingung für Wissen, die a) durch die Erklärung der Herkunft der Information oder b) durch logische Untersuchung der Argumentation erfüllt oder nicht erfüllt wird. Zu a) wurden Theorien wie die Kausaltheorie des Wissens oder Verlässlichkeitstheorien entwickelt. Siehe auch Verifikation, Verifikationismus, Überprüfung, Beweise, Externalismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Cavell II St. Cavell Müssen wir meinen was wir sagen? aus Grewendorf/Meggle Linguistik und Phil. Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

II 195
Moral/Ethik/Cavell: Überredungsversuche (Du solltest") stellen nicht das Paradigma, sondern den Zusammenbruch der Moral dar.
II 195/196
Rechtfertigung/Cavell: genauso kann man Rechtfertigungen als Zusammenbruch unserer Konventionen ansehen.
Die Annahme, dass die Berufung auf eine Regel nur dann gerechtfertigt ist, wenn diese Regel selbst gerechtfertigt wird, kann eine solche Berufung nur scheinheilig erscheinen lassen.
Regel/Feststellung/Cavell: zwischen beiden gibt es eine Komplementarität. Wie konnten wir sie übersehen?
Wegen der falschen Annahme, dass ein Regel in Imperativ sein muss ("Du solltest") statt einfach eine Beschreibung, wie etwas getan wird.
II 199
Entschuldigung/Cavell: wenn es für alle Entschuldigungen entsprechende Pflichten gäbe, dann gäbe es keine Entschuldigungen und Handeln würde unerträglich. Wir sind nicht bei jeder Handlung dazu verpflichtet, darauf zu achten, dass keine der Unmengen von Möglichkeiten eintritt, bei denen etwas schiefgeht.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.09.2017